Gerade jetzt lernen wir wieder unsere Grenzen kennen. Deswegen wirst du in diesem Beitrag erfahren, wie du deine Gefühle annehmen kannst, wie du dich in Gelassenheit übst und wie du die Zeit nutzen kannst, deinen Weg zu finden oder wie du auch zur Ruhe kommen kannst.

Und ja, dieses Thema hat mehr mit dem Jakobsweg zu tun, als es zunächst den Anschein hat.

Wie du durch schwierige Zeiten kommst: Deine Gefühle annehmen

Der erste Weg, wie du durch schwierige Zeiten gehen kannst, ist, deine eigenen Gefühle so anzunehmen, wie sie sind. Vieles beschäftigt mich im Moment. Viele Nachrichten, die mich erreichen, machen mich unruhig oder lassen mich auch nachts schlecht schlafen.

Natürlich könnte ich jetzt alle Nachrichten ausschalten und mich abkapseln. Dennoch ist es so, dass die Außenwelt auch auf mich einwirkt, selbst wenn ich die Nachrichten ausschalte. Sorgen um den Arbeitsplatz, Sorgen um die Gesundheit. Sorgen um die Familie. All das sind Gefühle, die mich ängstigen können.

Okay, machen wir uns nichts vor. Es wird niemals mehr so sein, wie es war.

Und ich denke, so wird es nach dieser Zeit bei uns ebenfalls sein. In solchen Momenten ist es gut, wenn wir unsere Gefühle, unsere Ängste, unsere Sorgen und unsere Schmerzen auch bewusst wahrnehmen und sie auch annehmen können und akzeptieren, dass sie da sind.

Man kann nicht zweimal in den selben Fluss steigen, denn es wird immer neues Wasser nach strömen.

Eine weitere Möglichkeit ist es, die eigene Herausforderung in das große Ganze einzubetten. Dadurch wird meine eigene Sorge zwar weder größer noch kleiner. Aber du kannst sie relativieren. Und gerade in der jetzigen Zeit kann diese Methode uns sehr helfen. Denn wir wissen dadurch, dass wir nicht alleine sind.

Schwierige Zeiten auf dem Jakobsweg

Auch auf dem Jakobsweg wirst du Zeiten erleben, wo deine eigenen Gefühle Achterbahn mit dir fahren, wo die körperlichen Schmerzen, wo die Ungewissheit über den Weg dich ängstigen werden.

schwierige Zeiten auf dem Jakobsweg

Dabei kannst du die gleichen Mechanismen anwenden wie oben beschrieben. Du kannst auf deine eigenen Gefühle achten und sie so annehmen, wie sie sind, sofern du sie bemerkst und sofern du sie betrachten möchtest.

Auch auf dem Jakobsweg ist es möglich, die eigene Herausforderung in das große Ganze einzubetten. Dann, wenn es dir nicht so gut geht, wird es dir helfen zu wissen, dass andere Pilgerinnen und Pilger auf dem Jakobsweg ähnliche Gefühle und ähnliche Sorgen und Probleme haben wie du selbst.

Das wird dir zwar nicht immer helfen, aber es ist dennoch etwas beruhigend. So kannst du deine eigenen Sorgen und Ängste, die du hast, relativieren.

Durch schwierige Zeiten mit Gelassenheit

Kommen wir zum zweiten Weg, wie du durch schwierige Zeiten gehen kannst. Das ist mit mehr Gelassenheit. Mehr Gelassenheit kann man zum Beispiel mit den Augen der Dankbarkeit erreichen. Denn Dankbarkeit ist immer auch eine Frage des Perspektiv-Wechsels. Sozusagen wie ich die Dinge, die mir widerfahren bewerte.

Zu Dankbarkeit kann zum Beispiel gehören, dass ich morgens, wenn ich aufwache und gesund aufstehen kann, auch dafür dankbar sein kann. Wenn ich die Sonne aufgehen sehe oder einfach nur durch den Wald spazieren kann.

Es gibt viele Dinge, für die du dankbar sein kannst und wenn du deinen Fokus darauf richtest, wirst du gelassener werden können.

seine Fehler akzeptieren lernen

Über eigene Fehler sich zu ärgern ist eine Spezialität von mir! Gelassenheit bedeutet auch, sich und seine Vergangenheit, seine Fehler zu akzeptieren und anschließend gehen lassen können.

Wenn du also auch zu den Menschen gehörst, die sich über ihre eigenen Fehler ärgern können, dann hilft Gelassenheit ungemein.

Von einem anderen Standpunkt betrachten

Und noch ein Punkt, wie du Gelassenheit lernen kannst, ist, wenn du dich stärker von dir selbst distanzieren kannst. Also wenn du zurücktreten und dich selbst von aussen sozusagen von einem anderen Standpunkt aus sehen kannst. Und dich akzeptieren lernst genau so, wie du bist. Sich seine Fehler verzeihen lernen, das ist eine sehr gute Übung, um mehr Gelassenheit zu bekommen.

schwierige Zeiten Gewitter

Auf dem Jakobsweg gibt es genügend Situationen, wo du Gelassenheit üben kannst. Manchmal ist es dort sogar einfacher als im Alltag.

Der dritte Weg, wie du durch schwierige Zeiten gehen kannst: Mehr Stille und Ruhe finden.

Und wieder schickt uns das Virus nach Hause. Mit allen Begleiterscheinungen. Schlaflose Nächte, Ratlosigkeit. Ein Gedankenkarussell, das kaum zu stoppen ist, während andere von der verordneten Langsamkeit überhaupt nichts mitbekommen, sondern das Gegenteil erleben. Mit noch mehr arbeiten vor allen Dingen Pflegepersonal, Ärzte, Lieferanten und alle, die in dieser Zeit besonders eingespannt sind. Für diese Menschen wird es keine Zeit der Stille und keine Zeit der Ruhe geben.

schwierige Zeiten Gelassenheit

Für alle anderen bedeutet diese Zeit auch Rückbesinnung auf das, was zählt, auf die Stille, die man selber erleben kann. Auf die Familie und auch auf die Freunde. Hier kann Bewegung in der Natur sehr oft helfen, zur Ruhe zu kommen und die Situation so anzunehmen, wie sie ist.

Auch das ist auf dem Jakobsweg eines der wertvollsten Erfahrungen, durch die Stille und die Ruhe wieder mehr zu sich selbst finden zu können.

schwierige Zeiten überstehen um deinen Weg zu finden

Der vierte und letzte Punkt, wie du durch schwierige Zeiten gehen kannst, ist mit mehr Zeit deinen Weg zu finden. Schwierige Zeiten überstehen ist nicht immer so einfach. Trotzdem kann ich dir zur Beruhigung mit auf den Weg geben, dass diese jetzige Zeit auch irgendwann einmal vorbei sein wird. Und es werden dann auch wieder andere Zeiten kommen. Und der Jakobsweg wird ebenfalls solange warten.

Bis dorthin kannst du zuhause etwas tun, was du schon immer mal machen wolltest und nie die Zeit dafür hattest. Es geht auch, um das eigene Innere zu befragen, um ein Resümee zu ziehen.

  • Wie waren deine letzten Jahre?
  • Ist das, was ich tue, so wie ich es tue, das Richtige für mich?

Und genau für diese Zeit der Besinnung kannst du ebenfalls dankbar sein. Normalerweise hast du nicht soviel Zeit, darüber nachzudenken.

schwierige Zeiten Gefühle annehmen

Was Jüngere Menschen über schwierige Zeiten denken

Aber ich weiß auch, nicht jeder Mensch braucht diese Zeit der Ruhe und die Zeit der Stille, die Zeit zum Nachdenken.

Ich hatte ein sehr interessantes Gespräch mit unserem Sohn, der mir erklärt hatte, dass er jetzt während seinem Studium keine Zeit braucht, um über sein Leben nachzudenken.

Denn sein Leben ist noch nicht so lange und er bräuchte jetzt mehr Zeit für Austausch mit seinen Kommilitonen und Austausch mit anderen Menschen, die andere Meinungen haben. Um so mehr zu erfahren, was Menschen denken und was für unterschiedlichen Ansichten es auf der Welt gibt.

Das war für mich ein sehr wertvolles Gespräch und ich bin ihm sehr dankbar, dass sich seine Sichtweise kennenlernen durfte.

Fazit: Durch Schwierige Zeiten

Zum Schluss möchte ich für dich noch einmal zusammenfassen Die vier Wege, wie du besser durch schwierige Zeiten gehen kannst, sind folgende:

  1. Deine Gefühle annehmen, wie sie sind.
  2. Dich in Gelassenheit und Dankbarkeit üben.
  3. Die Stille und Ruhe genießen können.
  4. Die  Zeit nutzen, um deinen Weg zu finden und ihn zu gehen.

So kann auch diese ganz besondere Zeit, die wir gerade durchleben, uns auf unseren eigenen Jakobsweg vorbereiten.

Zum Schluss noch schwierige Zeiten Zitate:

Wenn du nach der Wahrheit suchst, trenne dich vorher von deinen Meinungen.

Das ist ein Spruch, der in der heutigen Zeit aus meiner Sicht sehr gut und sehr passend ist.


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Welche Tipps hast du für schwierige Zeiten?

Schreibe sie gerne in die Kommentare, ich freue mich darüber:

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