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Die häufigsten Fragen zur Vorbereitung

Hier findest du alle Informationen zur Vorbereitung für deine Pilgerreise. Außerdem kannst du in den Reisetipps viel Wissenswertes erfahren. Die häufigsten Fragen werden beantwortet, wie zum Beispiel: Wie lange dauert der Jakobsweg? Was ist das Ziel des Jakobsweges? Wie lang ist der Jakobsweg nach Santiago de Compostela? Wie bereite ich meinen Jakobsweg vor?

Übersicht der Jakobsweg Routen in Spanien:

Die Pilgerwege in Spanien

Der Europäische Rat rief im Jahr 1987 die europäischen Länder dazu auf, den Jahrhunderte alten Pilgerweg wieder neu zu beleben. Das uralte Wegenetz war bis dahin schon fast überall in Vergessenheit geraten. Die versteckten Zeitzeugen in Form von Kirchennamen und Heiligenfiguren, mancherorts sogar Strassennamen, kamen wieder in das Blickfeld von Institutionen, Geschichtsforscher, Vereinen und freiwilligen Helfern. So entstanden nach und nach wieder neue Kennzeichnungen der Wege in ganz Spanien und Europa.

Blogbeiträge und persönliche Erlebnisse

Peter Kirchmann JakobswegDer Jakobsweg kann unser Leben verändern. Wir können entschleunigen, die wunderbare Natur erleben, neue Menschen kennen lernen. Auf diesen Seiten geht es um Begegnungen auf dem Camino und um die Möglichkeit sich selbst wieder neu kennenzulernen.

Neugierig? hier geht es zu meinen Blogbeiträgen.

besser durch schwierige ZeitenCanva

4 Wege wie du besser durch schwierige Zeiten gehst

Es sind außergewöhnliche schwierige Zeiten, die wir gerade erleben, deshalb möchte ich dir 4 Wege aufzeigen, wie du besser durch schwierige Zeiten gehen kannst.
Fernweh Tipps

Fernweh: 11 Tipps, wie du deine Erlebnisse vom Jakobsweg im Alltag leben kannst

Der Alltag beginnt nach dem Camino wieder. So viele Erlebnisse und wunderbare Tage habe ich gehabt. Fremde und liebenswerte Menschen kennengelernt und traumhafte Landschaften durchwandert, im JETZT gelebt. Fernweh. Ich bin wieder zu Hause.
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Lebensweg: 5 Tipps, wie du ihn finden kannst

Für mich war der Jakobsweg gleichzeitig Lebensweg und eines der besten Entscheidungen meines Lebens. Ich habe gelacht, geweint und bin an meine Grenzen gekommen. Ich kam verändert zurück, ohne dass ich es zunächst bemerkte.
Die Magie des Weges

Die Magie des Weges erleben

Die Magie des Weges Die Magie des Weges, einfach einmal alles hinter sich lassen, keine Verpflichtungen haben, reduziert leben, die Einfachheit genießen, ganz bei sich sein, seinem Herzen folgen, das macht den Jakobsweg zu etwas ganz Besonderem. Jeder…
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wie du schnell und einfach beginnst

Als ich das erste mal den Plan hatte den Jakobsweg zu laufen, war ich voller Vorfreude. Es war eine geniale Idee ohne großartig darüber nachzudenken. Schnell und einfach.
zu sich selbst finden auf dem Jakobsweg

Sich selbst finden: 7 Dinge die mich der Jakobsweg über das Leben gelehrt hat

Was mich der Jakobsweg über das Leben gelehrt hat. Du bist einzigartig so wie du bist. Sei mutig, du selbst zu sein lohnt sich. Jeder kann auf dem Weg zu sich selbst finden.
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„Buen Camino“: Jakobsweg mit Kindern

Als Familie den Jakobsweg zu laufen ist eine einmalige Erfahrung. Wir hatten Zeit für Emotionen und einen großen Zusammenhalt. Viele interessante Gespräche mit unseren Kindern.
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Burn-out: Wie ich auf dem Jakobsweg erwachsen wurde

Wenn ich heute an den Beginn dieser Reise zurückdenke, dann erinnere ich mich vor allem an eine Art unsichere Erwartungshaltung, die meinen Geist beherrschte. Ich hatte viel über den Jakobsweg gelesen, auch Erfahrungsberichte anderer Pilger*innen, und fragte mich, ob dieser Weg auch für mich etwas, irgendwas, parat hätte.
Wintermit freundlicher Genehmigung von Beate Zaschke

Pilgern im Winter auf dem Camino Frances

Das Pilgern im Winter hat seinen ganz besonderen Reiz. Beate Zaschke war im Winter 2019 vom 23. November bis 26. Dezember 2019 auf dem Camino Frances unterwegs. Ihre beeindruckende Erlebnisse hat sie in diesem Gastbeitrag zusammengefasst:
Wanderer Trauer verarbeiten

Trauer verarbeiten auf dem Jakobsweg

Kann man Trauer verarbeiten auf dem Jakobsweg? Fragt man Pilger nach ihrer Motivation warum sie den Jakobsweg gelaufen sind oder laufen möchten, kommt häufig auch die Antwort: „einen Verlust verarbeiten zu wollen“. Hierüber hat Pilgerin Simone Ganz einen wertvollen Gastbeitrag für euch geschrieben:
Jakobsweg gehen
Jakobsweg Zitate

100 Jakobsweg Zitate: Aufmunternde Sprüche zum Nachdenken

Die besten Jakobsweg Zitate und Sprüche zum Nachdenken. Die Jakobsweg Zitate sind für dich gedacht zum durchstöbern. Ich wünsche dir viel Vergnügen dabei. Vielleicht inspirieren Dich die folgenden Sinnsprüche dazu, einmal selbst den Jakobsweg als dein Abenteuer umzusetzen.
Motivation

Was tun, wenn ich keine Motivation mehr habe?

Wie ich mich selbst wirkungsvoll motivieren kann Es gibt unterwegs Tage, an denen du an deine Grenzen stößt, kaputt bist und nicht mehr weiter willst oder nicht mehr weiter kannst. Manchmal fällt es dir schwer dich aufzuraffen und dich zu…
Jakobsweg das wäre schön

das wäre schön zu laufen

das wäre schön, am liebsten den Jakobsweg zu laufen, aber du traust dich nicht ? Du bist nicht in Form, hast keine Kondition ? Außerdem, wann soll das gehen ? Ich habe die Zeit nicht und kann nur in einem bestimmten Monat Urlaub…

Santiago de Compostela: Das Ziel der Ziele

  • Santiago de Compostela Apostel

Pilgern in der heutigen Zeit

Nachdem die Wallfahrten im Mittelalter ihren Höhepunkt erreichten, begann der Niedergang mit der Entdeckung Amerikas im 15.Jh. Durch die Reformation und den anschließenden Kriegswirren, kam die Wallfahrt zum völligen erliegen.

Nach dem Bürgerkrieg in Spanien wurde der Heilige Jakobus offiziell zum Nationalheilien erklärt. Mit der Kennzeichnung des Camino de Santiago in den 1980er Jahren begannen die Pilger den Weg wieder zu entdecken.

Das Wegenetz zieht sich inzwischen wieder durch ganz Europa. Der bekannteste Weg in Spanien ist der Camino Frances, der quer durch den Norden Spaniens führt.

Geschichte und Legende

Der Name Santiago wird abgeleitet von Jakobus der Ältere. Er war einer der zwölf Apostel. Der Legende nach ging er nach Spanien um dort die frohe Botschaft zu verkünden. Am Ende der Welt, das die Römer „Finis Terre“ nannten, waren seine Bemühungen wenig erfolgreich. Nach seiner Rückkehr in das Heilige Land starb er den Märtyrer Tod. Du erfährst hier, wie sein Leichnam nach Galizien zurück kam.

Santiago de Compostela war neben Rom und Jerusalem eines der größten Pilgerorte im Mittelalter. In manchen Jahren wurden bis zu 400.000 Pilger in Santiago gezählt. Jeder sollte, so er es gesundheitlich konnte, einmal in seinem Leben nach Santiago pilgern.

die Jakobsweg Muschel

  • Jakobsweg-Muschel

die Legende vom Ritter

Eine Legende erzählt, dass ein junger Ritter dem Boot entgegen ritt, in dem der Leichnam des Heiligen Jakobus nach Spanien überführt wurde. Das Pferd des Ritters scheute auf und der Ritter versank im Meer. Dabei soll der Heilige Jakobus den Jungen Mann gerettet haben.

Der Ritter wurde von den Wellen unversehrt an Land gespült und war von Muscheln übersät. Die Jakobsmuschel wurde so  zum Symbol für den Heiligen Jakobus. In vielen Kirchen kann man die Statuen des Heiligen Jakobus daran erkennen, dass er stets mit Muschel und Pilgerhut dargestellt wird.

Im Mittelalter diente die Muschel auch zum Wasser schöpfen an Brunnen sowie beim Essen als Schöpflöffel.

Erkennungszeichen für Pilger

Die Jakobsmuschel diente im Mittelalter auch für rückkehrende Pilger als Beweis dafür, dass sie den Jakobsweg tatsächlich  gelaufen waren.

Heute nutzen viele Fusspilger die Muschel als Symbol ihrer Pilgerschaft. Sie bringen die Muschel gut sichtbar an ihren Rucksack an. Außerdem ist die Jakobsmuschel auch ein wertvolles Erinnerungsstück.

Das Symbol der Jakobsmuschel wird inzwischen in ganz Europa als Wegweiser zur Wegmarkierung genutzt. Sie symbolisiert durch ihre Form auch optisch, dass alle Wege am Ende zu einem Ziel führen.

Der Lebensweg:

„El Camino de Santiago“

Der Weg nach Santiago de Compostela in Galizien zum Grabmal des heiligen Apostel Jakobus des Älteren, wird als Jakobsweg bezeichnet.

Wer heute vom Camino spricht meint oft seine bekannteste Route durch Spanien, den Camino Frances. Allerdings gibt es inzwischen ein ganzes Netz an Fernwegen, die sich wie ein Spinnen-Netz über ganz Europa hinweg ziehen.

Die Besonderheit des Lebensweges

Für viele Pilger ist der Weg etwas ganz besonderes. Es ist auch eine Reise zu dir selbst. Unterwegs begegnen dir sehr viele Menschen. Die Gemeinschaft und Langsamkeit bestimmen den Weg.

Du erlebst Höhen und Tiefen, Anstrengung und Freude. So gesehen erlebt man auch seinen Lebensweg in Kurzform. Aufbruch ins Ungewisse, den Lebensrucksack packen, sich in das Abenteuer Leben stürzen.

Der Weg beginnt in dir selbst.

Höre auf deine innere Stimme.

Das Geheimnis der Langsamkeit

und die Weite der Landschaft,

führt dich in tiefere Dimensionen.

Die Sehnsucht läuft weiter.

Jakobsweg  Ursprünge und Historie

Die Ursprünge und Historie des Jakobswegs beginnt schon sehr früh. Archäologische Ausgrabungen zufolge gab es entlang des Weges bereits viele heidnische Tempel aus der Zeit der Kelten. Der Jakobsweg soll von den Kelten als Initiationsweg betrachtet worden sein. Also auch eine Art Lebensweg Vorbereitung. Der römischen Überlieferung zufolge sollen die Römer ihre langen gerade Straßen entlang der Kraft schenkenden Leylinien gebaut haben. Auch Paulo Coelho beschreibt in seinem Buch „Auf dem Jakobsweg“ über Einweihungsrituale  einer alten katholischen Bruderschaft.

Historie Jakobsweg Kloster Irache

Es war ein wilder und abgelegener Landstrich an der westlichen Grenze des damaligen Reiches. Die Römer nannten es das Ende der Welt „Finis terrae“. Auch für die späteren Eroberer der Iberischen Halbinsel, für Vandalen, Westgoten und Mauren, lag Santiago unendlich fern von den Zentren der damals bekannten Welt.

Historie Steinbrücke

Santiago, Rom und Jerusalem waren die größten Pilgerstätten der Christen im Mittelalter. Rom war darüber hinaus noch der Amtssitz des Papstes und das Zentrum der Christenheit und des Abendlandes. Und doch erlebte Rom zu keiner Zeit jene Stürme innerer Anteilnahme, jene Mystik der Pilgerschaft wie das Apostelgrab des Jakobus in Santiago de Compostela.

Aber vielleicht liegt es gerade daran, daß Santiago immer ein rein geistiges Zentrum blieb und das geheimnisvolle Ziel einer langen und gefahrvollen Jakobsweg Pilgerreise. Rom hingegen hatte seine Pilger immer auch mit seiner durch Jahrhunderte hinweg gewonnene Pracht, Architektur und Historie empfangen.

Jakobsweg im Mittelalter

Im Mittelalter waren rund ein drittel der Bevölkerung des Abendlandes unterwegs nach Santiago. In manchen Jahren wurden bis zu 400.000 Pilger in Santiago gezählt. Man zählte sie mit Erbsen in Behältern an den Eingängen der Kathedrale. (Zum Vergleich: in 2015 waren es offiziell 262.459 Pilger). Jeder sollte, so er es gesundheitlich konnte, einmal in seinem Leben nach Santiago pilgern. Der Jakobsweg auch als Lebensweg. Aus ganz Europa strömten die Pilger durch Frankreich auf einem der vier Hauptrouten. Hinzu kamen Pilger die über die Seeroute in A Coruna das spanische Festland betraten. Eine weitere Seeroute brachte die Pilger aus Südeuropa nach Barcelona.

Die damaligen Routen durch Europa

  1. Via Tolosana: Pilger aus Italien und dem Osten Europas
  2. Via Podensis: Pilger aus Süddeutschland und der Schweiz
  3. Via Lemovicensis: Pilger aus Belgien, Lothringen und Trier
  4. Via Turonensis: Pilger aus Holland und Nordeuropa
  5. die nicht weniger gefährliche Seeroute: Pilger aus England, Irland und Skandinavien sowie Italien

Die heutigen Wegrouten in Spanien

Historische Jakobswege in Europa

Jakobsweg Weltkulturerbe der Unesco

1993 wurde der spanische Teil des Jakobsweges in das Unesco Weltkulturerbe aufgenommen. Seit 1950 versuchten die Staaten und Nationen (West-) Europas durch Abbau von Vorurteilen und Konflikte ein friedliches Europa zu schaffen. Die Suche nach einer kulturellen Dimension Europas führte zur Suche nach einer der ältesten und verbindenden Wurzeln. Eines dieser Stränge reicht tief in das Mittelalter zurück, als der Jakobsweg ein Bewusstsein der Gemeinsamkeit innerhalb Europas schuf.

Das Anliegen der Europäischen Kommission ist es, grenzüberschreitende Kontakte zu fördern und zu ermöglichen. So wurden seit Mitte der 70er Jahre die alten Pilgerwege rekonstruiert und ein neues Wegenetz von Pilgerwegen in Europa erarbeitet. 1988 gab der Europarat Behörden, Vereine und Einzelpersonen den Auftrag, genau zu kennzeichnen. Es entstanden vielerorts neue Pilgerherbergen und Versorgungsstellen. Ohne die aktive Mithilfe der an vielen Orten wieder gegründeten Jakobus-Gesellschaften, Vereine und Einzelpersonen in ganz Europa wäre die Wegkennzeichnung und Pflege eines wiedergeborenen Pilgerweges nicht möglich gewesen.

1998 wurden auch die französischen Zubringerwege in das Unesco Weltkulturerbe aufgenommen. Ausschlaggebend hierfür war die urkundliche Erwähnung im mittelalterlichen Pilgerführer Codex Calixtinus.

1984 Kathedrale von Burgos

1985 Santiago de Compostela, Altstadt

1993 Pilgerweg nach Santiago, Camino Frances

1997 Klöster San Millán de Yuso

2000 Römische Mauern von Lugo

Wie das Grab in Santiago gefunden wurde

Pilgerstatistik-Gesamtpilger

Auffinden des Apostelgrabes im frühen Mittelalter

Die Legende um das Auffinden des Apostelgrabes in Santiago de Compostella im frühen Mittelalter ließ ganz Europa aufhorchen. Urplötzlich war sie aufgetaucht, Jahrhunderte erst nach dem Märtyrertod des Apostels in Jerusalem. Dann entstanden Geschichten um Geschichten über den Lebensweg und das Wirken des heiligen Jakobus. Sie wurden ausgeschmückt und weitererzählt und bewegten die Menschen auf erstaunlichste Weise. Keine andere Heiligenstadt ist so lebendig geworden wie die des Zebedäussohnes.

im Mittelalter

wie kam der Apostel Jakobus nach Spanien ?

Es war ein unwirklicher und abgelegener Landstrich am Ende der damaligen Welt, Finis terrae nannten es die Römer, und auch für die späteren Eroberer der Iberischen Halbinsel, für Vandalen, Westgoten und Mauren, lag es unendlich fern von den Zentren der Welt.

Die Gebeine des Apostel Jakobus wurden um 820 im äußersten Nordwesten Spaniens entdeckt, zu einer Zeit, als die heftigen Maurenstürme das Abendland erschütterten. Bischof Theodemir von Iría Flavia ließ unter Fasten und Beten die von wundersamen Lichtzeichen überstrahlte Stätte ausgraben und bestätigte den Fund des in Vergessenheit geratenen Apostelgrabes.

Jakobus soll der Legende nach, die Frohe Botschaft in Spanien verkündet haben. Nach seiner Rückkehr ins Heilige Land ließ ihn Herodes Agrippa 44 n.Ch. enthaupten. Sein Grab sollte man folglich in Jerusalem vermuten. Wie die sterblichen Überreste nach Spanien gelangten, bleibt unklar.

Den genauen übernatürlichen Hergang erzählt der mittelalterliche Pilgerführer ‚Codex Calixtinus‘ : Der Leichnam des Apostels wurde nach seiner Enthauptung in ein Boot gebracht und dem Willen des Herrn überlassen. Engel haben dann das Boot nach Galizien gelenkt.

Die Pilgerschaft zu seinem Grab durch ganz Europa, wurde zum waffenlosen Kreuzzug gegen die Mauren.

Santiago de Compostela übte mit dem zweiten Apostelgrab, neben dem von Petrus in Rom, eine ungemein starke Anziehungskraft aus. Trotz der Randlage dieses Ortes am Ende der Welt, machten päpstliche Privilegien, Ablässe und schier unglaubliche Wunderberichte den Jakobsschrein auf Jahrhunderte zum bevorzugten Pilgerziel. Mit der Eroberung Jerusalems durch die Araber war ein wichtiges Pilgerziel unerreichbar geworden. So wurde Santiago zum bedeutendsten Wallfahrtsort der Christenheit, mit dem nur noch Rom konkurrieren konnte. Der Aufschwung des Weges begann.

Der Aufschwung des Weges im 11. Jahrhundert

Der Aufschwung des Weges entwickelte sich im 11. und 12. Jahrhundert zur größten Pilgertradition des Christlichen Abendlandes.

Aufschwung des Weges

Die jungen Königreiche in Spaniens Norden hatten die Araber, die auf der Iberischen Halbinsel 711 das Kalifat von Cordoba errichtet hatten, in das Landesinnere zurückgedrängt. Die neuen Landstriche mussten bevölkert werden, der Aufschwung des Weges begann. So wurden entlang des Jakobsweges viele Städte und Franken-Siedlungen gegründet. Diese trugen zur Steigerung der Bevölkerung bei. Der Weg erlebte eine Zeit des wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwungs.

Wieso gab es im Mittelalter so viele Pilger ?

Für den mittelalterlichen Menschen geschah eine so weite und entbehrungsreiche Reise hauptsächlich wegen der Sorge um das Seelenheil. Die Hoffnung auf Läuterung und auf körperliche oder materielle Besserung war verlockend. Dafür war der Pilger bereit seinen Lebensweg auf der Straße fort zu setzen, Eltern und Familie zu verlassen. Der Entschluß sich mehr oder weniger freiwillig ins Elend der Fremde zu begeben, stellte einen tiefen, heute für uns kaum nachvollziehbarer Einschnitt in das Leben der Betroffenen dar. Er konnte für ihn Krankheit und Tod bedeuten. Für die zurückgebliebene Familie konnte es bittere Not oder wirtschaftlichen Ruin bedeuten.

Daneben brachte die Hoffnung auf Heilung auch Scharen von Krüppeln und Kranken auf den Weg. Manch einer entzog sich durch eine überhastet angetretene Pilgerreise drohenden Problemen von zuhause. Die Fahrt nach Compostela konnte aber auch als Strafe für verschiedene schwere Vergehen wie Totschlag, Raub, Brandstiftung oder Unzucht verhängt werden. Ihr Vollzug war bei der Rückkehr nachzuweisen, bevor das Verbrechen als gesühnt galt.

prominente Pilger im Mittelalter

Der Jakobsweg verdankte seinen phänomenalen Aufschwung jedoch nicht nur der tiefen Frömmigkeit der mittelalterlichen Menschen wegen, oder der ständig wachsenden Schar von Ordensleuten die diese Menschen nach Santiago zu ziehen vermochten. Dazu bedurfte es auch eine wachsende Struktur, wie der ständige Ausbau des Weges durch Straßen und Brücken, Hospize, Wegkreuze und Kapellen. Private Herbergen, Gasthöfe, Läden und Werkstätten die jeder noch so bescheidene Pilger benötigte, trugen wesentlich zur Belebung des Caminos bei.

Noch mehr Bedeutung kamen den prominenten Jakobspilgern zu. Diese galten zuhause als erstklassige Werbeträger. Etwa die Heilige Brigitta von Schweden, Franz von Assisi, Isabella von Portugal, Heinrich der Löwe (1182) und Konrad von Wittelsbach, Erzbischof von Mainz (1164). Im 12.Jh. waren rund ein Drittel der Menschen des Abendlandes nach Santiago unterwegs.

So paradox wie es klingen mag, der Massenansturm an Pilgern und die daraus erfolgte Verdrängung der Araber aus der Iberischen Halbinsel, trug gleichzeitig zum Niedergang des Jakobskultes bei.

Niedergang des Jakobskultes in Europa

Der Jakobsweg erlebte seine Glanzzeit zwischen dem 12. und 15. Jahrhundert, danach kam ein schärferer Wind auf. Es mißfiel, daß sich unter die Pilger allzuviele Galgenvögel mischten, die auf Kosten des Heiligen von Freitisch zu Freitisch zogen. Der Niedergang der Jakobspilgerschaft begann mit dem Einsetzen der Reformation in Europa.

Historie Steinbrücke

was beendete die Jahrhunderte alte Tradition der Pilgerschaft ?

die Reformation Martin Luthers schmälerte ebenfalls den Strom der deutschen Pilger. Die Protestanten kritisierten den Legenden- und Reliquienglauben der Pilger und hielten sich an Martin Luthers Rat, lieber daheim zu bleiben, als einen so mühsamen Marsch auf sich zu nehmen:

“ Da haben wir nu nichts gewiss von dem

etlich sagen, er lieg in Frankreich zu Thalosa,

aber sie seind ihrer Sach auch nit gewiß.

Darumb laß man sie liegen und lauf nit dahin,

denn man weiß nit, ob Sant Jakob oder ein toter Hund

oder ein tots Roß da liegt…“

Das Ergebnis war ein bedeutender Verlust an Pilgern, zumal auch die Humanisten in ihrer wachsenden Abkehr vom Jenseitsdenken des Mittelalters eine ähnliche Haltung einnahmen.

Der Bruch Heinrichs VII. von England mit Rom stoppte die Wallfartslust der Angelsachsen. Die Zahl derer nahm zu, die an der Echtheit des Jakobsgrabes zweifelten. Der englische Arzt Andrew Boorde pilgerte zwar noch im 16. Jahrhundert zu ihm, verlor aber seinen bereits schwankenden Glauben vollends, als ihm ein Kleriker in der Kathedrale gesagt hatte:

„Wir besitzen weder ein Ohrläppchen noch ein Knöchelchen des Heiligen“

Die Spanier selbst befürchteten ein Überschwappen des Reformationsgedankens auf ihren Camino. Deshalb wurden die Pilger an den Gränzübergängen Kontrollen der Inquisition unterworfen. Sie wurden bespitzelt, verhört und durchsucht.

Ludwig XIV. verbot seinen Untertanen unter Androhung lebenslänglicher Galeerenstrafe, nach Santiago zu gehen. Kaiserin Maria Theresia versuchte die Jakobspilger auf österreichische Wallfahrtsorte umzuleiten.

In Spanien war ebenfalls ein religiöser Wandel eingetreten. Mit der Eroberung Granadas 1492 waren alle in ihn gesetzten Erwartungen erfüllt. Bald schon neigten sich die Spanier mehr der Mystikerin Teresa von Avila (1515-1582) zu. Mit Mühe konnten die Jakobisten verhindern, daß der Apostel Jakobus als Schutzpatron Spaniens nicht von der Mystikerin Teresa verdrängt wurde.

Der Niedergang auf der Iberischen Halbinsel beschleunigte sich. Indes setzte sich der Lebensweg des Jakobus fort, er ging selbst auf die Reise. Zeitgleich mit der Eroberung des letzten maurischen Königreiches auf der Iberischen Halbinsel entdeckte Christoph Columbus Amerika. Unter Karl V. ( Carlos I. de Espana ) begann die Epoche der Habsburger in Spanien, und auch die Wanderung des Apostels rund um den Erdball. Überall, wo es unter spanischer Herrschaft galt, das Christentum mit dem Schwert zu verkünden, erschallte der Schlachtruf „Santiago ultraea“, wie einst in Spanien als Matamorus.

Die Konquistadoren bedienten sich weiter seines Namens bei der blutigen Christianisierung der Neuen Welt. In Chile, Cuba und an zahlreichen anderen Plätzen Lateinamerikas entstanden ihm zu Ehren viele Ortschaften die seinen Namen Santiago tragen: Santiago de Chile, Santiago de Cuba, Santiago de Estero, San Diego.

1589, ein Jahr nach dem Untergang der spanischen Armada, wurden die Reliquien aus Angst vor einer englischen Invasion unter Sir Francis Drake versteckt. Dummerweise aber kannte, nachdem die Gefahr gebannt war, niemand mehr den Ort des Versteckes.

Es sollte nun fast 300 Jahre dauern, bis durch die Wiederentdeckung des Grabes eine langsame Rückbesinnung und Wiederbelebung stattfand. Wie kam es eigentlich, dass Jakobspilgern heute so ein starkes Phänomen wurde ?

das Pilgern in der heutigen Neuzeit

Wie begann das Pilgern in der heutigen Neuzeit? Erst in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts begann sich neues Leben um Santiagos Grabstätte zu regen. 1879 wurden die Überreste der Reliquie in der Apsis hinter dem Hauptaltar wiederentdeckt. Papst Leo XIII. erklärte 1884 die Reliquien für echt.

Mit dem beginnenden spanischen Bürgerkrieg 1933 wurde der Heilige Jakobus unter General Franco immer stärker als National Held missbraucht. 1937 wurde der Heilige Jakobus offiziell zum Nationalheiligen erklärt, der 25.Juli Tag, Geburtstag des Heiligen, zum Nationalfeiertag erklärt.

Seit über tausend Jahren wandern Gläubige auf einem Pilgerpfad zum Grabmal Jakobus des Älteren. Wer sich heute aufmacht, um über den uralten Pilgeweg nach Santiago zu kommen, wir das sicher nicht immer in jener bedingungslosen Frömmigkeit tun, die unsere Vorfahren dazu trieb, Gefahren und Entbehrungen jeglicher Art aufsich zu nehmen.

Historie Entwicklung

Heute ist die Motivation den Jakobsweg zu pilgern sehr vielfältig

Der Hauptweg Camino Frances, ist für alle kulturell interessierten Menschen ein wahrer Schatz an historischen Sehenswürdigkeiten. Viele Kirchen, Klöster und alte Bauten sind in den letzten Jahren sehr gut renoviert worden.

Viele Pilger haben die Chance, sich auf dem Weg selbst zu finden und berichten voller Begeisterung von ihren Erfahrungen und ihren Erkenntnissen auf dem Pilgerweg.

Vielmehr sind es heute Kulturtouristen und die sportlich Ergeizigen, die mit guter Ausrüstung und ausgeprägtem Geschwindigkeitsrausch eher einen neuen Rekord aufstellen wollen, als sich dem zeitlosen pilgern hinzugeben.

Jedoch besuchen alle dieselben Orte und hören die gleichen Geschichten, und man müsste schon völlig teilnahmslos sein, um nicht davon berührt zu werden.

Die sportlich Motivierten suchen immer zuerst den kürzesten, berechenbarsten Weg zum Ziel, ohne allzuviel Interesse an Menschen, Landschaft und Kunst. Doch Abends in den Herbergen kann ihnen die Begeisterung der Andersdenkenden Augen und Ohren öffnen.

Unabhängig von der persönlichen Ausgangsbasis bringt die ungewöhnliche Situation des “ auf dem Weg sein“ früher oder später alle Pilger auf einen Nenner : Jeder muss mit seinen Füßen, den Schuhen, und dem Gepäck seinen Wanderrythmus finden. Jeder muss seinen Lebensweg so gehen, wie es für ihn am Besten ist. Meist dauert die Gewöhnungsphase eine Woche.

Alle Wege in Spanien sind durch die Gelben Pfeile markiert. Dieser ist zu einem „Markenzeichen“ des Camino geworden.

Das sagen andere Pilger zur Webseite:

„Ich muss Dir einfach auch noch sagen, dass ich es bewundernswert finde, dass Du diese Webseite betreibst, die sehr informativ ist mit den vielen wichtigen Informationen. Als ich überlegt habe, ob ich im Winter pilgere, habe ich mich auf Deiner Webseite informiert. Und da stand ja, dass es grundsätzlich möglich ist und das hat mich ermutigt. Sonst hätte ich es vielleicht garnicht gemacht.“

„Hallo Peter, ich bin restlos begeistert. Ich werde auf jeden Fall meinen kommenden Camino mit deinen Unterlagen planen, Du hast wirklich an Alles gedacht. Bisher habe ich immer auf die bekannten Bücher zurück gegriffen, nun in deinen Unterlagen ist wirklich das wesentliche zusammen gefasst.

Ich werde auf jeden Fall deinen Vorbereitungs-Kurs weiter empfehlen.“

„Mit dem Jakobsweg-Kurs hat Peter mit riesigem Aufwand und unermüdlichem Einsatz ein Kompendium geschaffen, welche dem Camino-Pilger alle wesentlichen Informationen vermittelt….und mehr!

Jedem Erst-Pilger zu empfehlen, der sein Jakobsweg-Abenteuer wohlvorbereitet und mit Zuversicht unter die Füsse nehmen will, dient der Kurs auch den erfahrenen Peregrino’s als nützliche und aktuelle Checkliste“

Peters Blog trägt den schönen Namen „Jakobsweg-Lebensweg“ und dies trifft den Nagel auf den Kopf. Auch ich habe auf dem Camino nicht nur den Weg nach Santiago, sondern vor allem auch meinen ganz persönlichen Lebensweg gefunden, auf dem ich mich bis heute befinde.