Dankbarkeit: 3 einfache Tipps um zu Beginnen

An das Weihnachtsfest verbinden wir viele Erwartungen. Wir wollen ein Fest des Friedens feiern. Wir möchten im Kreise der Familie und in Harmonie und Frieden die nächsten Tage erleben.

Und durch die besondere Situation, die wir im Moment erleben, hat Nähe und Distanz eine ganz andere Bedeutung wie in einem normalen Jahr. Ja, und trotzdem bleibt Weihnachten für mich ein Fest der Freude, ein Fest des Friedens und ein Fest der Harmonie.

Passende Podcastfolge hierzu:

Dankbarkeit, ein Geschenk

Und natürlich auch ein Fest der Geschenke.

Und wenn ich an Geschenke denke, dann meine ich damit in erster Linie auch genau das zu schenken, was uns im Moment fehlt, oder was wir uns gerne wünschen würden und was uns gut tun würde.

Nämlich genau diese Form des Friedens und Formen der Harmonie, die unsere Familien auch wieder als Gemeinschaft erleben lassen können.

Tja, und das, was mir persönlich besonders hilft, das ist die Frage, wofür ich dankbar sein kann. Vielleicht wirst du jetzt sagen mir fällt es schwer, im Moment dankbar zu sein oder in der momentanen Situation kann ich für nichts dankbar sein.

Alles nervt mich.

Alles ist mir zu viel.

Mir wächst alles über den Kopf. Ich komme damit nicht mehr klar. Und überhaupt Dankbarkeit. Im Moment spüre ich keine mehr. Ich weiß nicht, ob es dir sehr viel weiterhelfen würde, wenn du wüsstest, dass es vielen Menschen im Moment so geht.

Aber ich kann dir sagen, dass man Dankbarkeit auch üben kann. Und ich kann dir sagen, dass Dankbarkeit auch einen großen Einfluss auf unsere Lebensqualität hat.

3 Übungen um Dankbarkeit zu lernen

Deswegen möchte ich dir jetzt drei kleine Übungen vorstellen, die ich für mich sehr gerne selbst anwende. Und dann noch ein paar Beispiele, für was ich selbst dankbar bin.

Ich möchte dich kurz mitnehmen auf eine Reise in meine Vergangenheit, in meine Jugendzeit, als ich Klavier geübt und gelernt habe. Wenn es dann wieder Dienstag Nachmittag wurde und der Klavierlehrer zu uns nach Hause kam und ich nicht wirklich viel geübt hatte in dieser Woche, es nicht so lief, wie ich wollte und auch der Lehrer merkte, dass etwas in den Tonlagen nicht ganz so stimmig ist, dann hat er mir immer den Rat gegeben.

Tipp: Üben, üben, üben.

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und nur Übung macht den Meister.

Und genau das möchte ich dir jetzt, bevor ich dir die drei Tipps gebe, mit ans Herz legen. Üben, üben, üben. Und es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Das heißt, wenn du eine der Dankbarkeitsübungen für dich aussuchst oder sagst, das würdest du gerne ausprobieren.

Es ist nicht schlimm, wenn es nicht gleich von Anfang an funktioniert oder du vielleicht an einem Tag nicht geübt hast. Entscheidend ist, dass du dran bleibst. Und je länger du dran bleibst, desto mehr wirst du erkennen, welche Wirkung die Form der Dankbarkeit für dich als Geschenk bereithält.

Oder mit den Worten und den Erfahrungen des Jakobsweg ausgedrückt: Es ist nicht schlimm, wenn du unterwegs mal Tage hast, die dir nicht gefallen oder Tage, wo du am Boden zerstört bist, wo dir alles wehtut und du nicht mehr weißt, ob du weiter kommst.

Dann denke einfach daran: Morgen ist ein neuer Tag.

Ich stehe wieder auf und ich laufe die nächsten Kilometer eben so weit wie ich komme. Und irgendwann wirst du feststellen:

Je länger du läufst, je länger du übst, also je länger du unterwegs bist, desto einfacher wird für dich der Tagesrhythmus. Es beginnt irgendwann der Zeitpunkt, wo es für dich Routine wird, das heißt, wo du morgens aufstehst, Frühstückstisch deinen Rucksack packst und dich auf deine Reise begibst.

Und am Ende, wenn du in Santiago angekommen bist, dann hast du das Laufen, das Pilgern, das mit dir unterwegs sein so gut geübt und gelernt, dass du es niemals mehr vergessen wirst und dies dich den Rest deines Lebens begleitet.

1.Tipp: Ein Dankbarkeit Tagebuch

Kommen wir jetzt zum Ersten Tipp, den ich sehr lange schon praktiziere. Das ist mein Dankbarkeit Tagebuch.

Das heißt die Frage Für welchen kleinen Moment kannst du heute dankbar sein? Welche drei Dinge fallen dir jetzt im Moment ein, für die du heute dankbar sein kannst?

Überlege es dir und schreibe sie in ein kleines Notizbuch Büchlein. Und wenn du diese Übung jeden Tag durchführst, am besten zur gleichen Uhrzeit irgendwo in deinen Tagesrhythmus eingebettet.

Entweder früh am Abend, bevor du ins Bett gehst oder vor oder nach dem Zähneputzen. Oder einfach nur, wenn du schon im Bett liegst und auf deinem Nachttisch nebendran dein kleines Notizbuch Büchlein steht.

Überlege dir kurz: Was waren die drei Dinge, für die ich heute sehr dankbar sein kann? Dann schreibe sie einfach auf.

Und wenn du wie für deinen Jakobsweg ungefähr einen Monat benötigst, dann schau dir nach einem Monat dein Tagebuch an, das voller Dankbarkeit dann auf dich wartet.

Und ich kann dir jetzt schon sagen, wenn du es durchliest und durchblättert, wirst du schmunzeln. Du wirst in dich hinein lächeln können und du wirst dann auch dankbar sein auf dein Dankbarkeitstagebuch.

2. Tipp: Ein Glas voller Dankbarkeit

Dann kommen wir gleich zum Zweiten Tipp.

Ein Glas voller Dankbarkeit. Kannst du dich noch daran erinnern, wie deine Oma Einmachgläser für die Marmelade genutzt hat? Das heißt, es ist ein Glas, wo obendrauf ein Glas Deckel ist, den man verschließen kann.

Ich habe so ein Glas direkt hier in meinen Händen. Das habe ich von unseren Kindern geschenkt bekommen. Und in diesem Glas sammle ich kleine Zettelchen, wo wir uns Nettigkeiten, kleine Botschaften aufgeschrieben haben.

Und ab und zu schreibe ich dort ebenfalls auf die Zettel, wofür ich dankbar sein kann. Und wenn ich jetzt das Glas öffne und einen dieser Zettel einfach mal raus nehme, dann steht auf diesem Zettel drauf. Wir lieben dich, weil deine Vater Sprüche immer sehr lustig sind.

Nun, unsere Kinder sind erwachsen, da kommt nicht jeder Spruch gleich gut an. Schauen wir einen nächsten Zettel an! Papa, wir lieben dich, weil du so tolle graue Haare hast. Und ein letzter, ein dritter Zettel. Papa, wir lieben dich, weil du bei Wizard immer so lange überlegen musst.

Okay, das ist ein Kartenspiel, das wir sehr gerne spielen und ich immer etwas länger benötige zum Überlegen.

Und genau für diese kleinen Zettel und für diese Botschaften bin ich so unendlich dankbar, weil sie mich zum Lachen bringen und mir das Herz erwärmen.

Tipp 3: Danke für den heutigen Tag

Die dritte Übung ist sehr einfach. Sie benötigt keinerlei Hilfsmittel und kann überall an jedem Ort durchgeführt werden.

Es ist ganz einfach, wenn du abends schon im Bett liegst und bevor du einschläfst, dich noch einmal für den Tag bedankt mit den gleichen Fragen, wie bereits vorher schon erwähnt.

Das heißt, wofür bin ich heute dankbar?

Welche drei Dinge fallen mir ein, für die ich heute dankbar bin?

Und jetzt verrate ich dir das Geheimnis, warum überhaupt eine Dankbarkeit Ausübung ausüben sehr sinnvoll sein kann.

Probier das mal aus.

Du kannst nicht dankbar und gleichzeitig unglücklich sein.

Versuche das mal! Denke an etwas, wofür du dankbar bist und versuche zeitgleich unglücklich zu sein. Das geht fast wirklich nicht.

Wofür ich selbst dankbar bin

  • Ich bin dankbar für meine Familie.
  • Ich bin dankbar für unsere erwachsenen Kinder, von denen ich jeden Tag lernen kann.
  • Ich bin dankbar für die schöne Natur, durch die ich gehen kann und spazieren kann.
  • Ich bin dankbar für den heutigen Start in den Tag, den ich gut gelaunt beginnen durfte.
  • Ich bin dankbar für die Rechnungen der Stadtwerke Walldorf, weil ich dafür sauberes Wasser und ein warmes Zuhause habe.
  • Ich bin dankbar für meine guten Freunde, die einfach für mich da sind, wenn es mir schlecht geht.
  • Ich bin dankbar für eines der schönsten Hobbys, die ich mir vorstellen kann. Für den Jakobsweg.
  • Und ich bin dankbar für alle Begegnungen, die ich auf dem Jakobsweg und mit meinen Podcast Gästen erfahren durfte.
  • Ich bin dankbar dafür, dass ich in diesem weiteren Pandemie ja wieder gelernt habe, dass nicht alles selbstverständlich ist und auch nicht alles planbar ist.

Und falls mir überhaupt nichts einfällt, dann bin ich dankbar dafür, dass ich atme. Oder ich bin dankbar dafür, dass mir nichts einfällt, wofür ich dankbar sein kann. Weil es bedeutet, dass mir auffällt, dass ich mich an manchen Tagen in Dankbarkeit zu üben versuche und es nicht schaffe.

Dann mache ich einen Tag Pause.

Stehe am nächsten Morgen auf, ziehe mir meinen Rucksack an und gehe die nächste Etappe und werde mich am nächsten Abend wieder bedanken für das, was ich morgen erleben werde.

Es kostet nichts, dankbar zu sein. Doch es ändert einfach alles. Es kann alles verändern. Wenn du über eine längere Zeit hinweg dankbar bist und dir dann rückblickend anschaust, wofür du dankbar warst.

Und wenn du möchtest, dann sende mir eine Sprachnachricht, wofür du dankbar bist. Darüber würde ich mich sehr freuen.

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Christina von Puttkamer, Gert Kowarowsky

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Wofür bist du heute dankbar?

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