Camino del Norte und seine Meerblicke

mit 815 Km ist der Camino del Norte ein langer Weg mit herrlichen Etappen entlang der Küste. Sehr schöne Meerblicke. Abwechslungsreiche Strecke.

 

Camino del Norte

 

Geschichte des Küstenweges

Gleich nach der Entdeckung des Apostelgrabes in Santiago im 9. Jh, begannen die Pilger die asturianisch-galicischen Pilgerwege zu nutzen, um nach Santiago zu gelangen. Die spanische Hochebene, durch die später der französische Pilgerweg führen sollte, war zu jener Zeit noch durch die Mauren besetzt. Die Route erlaubte den Pilgern, die über den Landweg aus Frankreich kamen, und auch denen, die mit dem Schiff in den Häfen Nordspaniens an Land gingen, den traditionellen Besuch der Kathedrale von Oviedo oder die Fortsetzung ihrer Pilgerfahrt entlang der asturischen Küste bis zum Fluss Eo. Im Zuge der immer erfolgreicher werdenden Reconquista verlagerte sich der Weg allmählich stärker in das Landesinnere, den Camino Frances.

 

Die Route des Küstenwegs

Camino del Norte Route

Quelle: Wikimedia, Autor: almamía

Der Camino del Norte ist der zweitlängste Weg, nach der Via de la Plata. Die Stärken dieses Weges sind seine atemberaubende Landschaft und ein angemessenes Netz an Pilgerherbergen. Die Kehrseite der Medaille ist das mangelnde historische Erbe, das im Vergleich zu den anderen Routen sehr gering und in Ortschaften wie z.B. Mondoñedo konzentriert ist. Der Weg ist insgesamt gut ausgeschildert.

 

Die Wegstrecke des Camino del Norte

Distanz: 815 Km, Dauer: ca. 32 Etappen, bzw. 5-6 Wochen

Irun – San Sebastian – Zarautz – Gernika – Bilbao – Laredo – Santander – Queveda– Comillas – Llanes – Sebrayo – Gijón; ab hier, zwei Varianten: innerer Weg, über Oviedo (wo er mit dem Camino Primitivo verknüpft ist) oder der Küste entlang, über Avilés – Cadavedo – Luarca – Ribadeo – Lourenzá – Vilalba – Sobrado – Arzúa – Santiago.

 

Beste Reisezeit für den Küstenweg

Die beste Reisezeit für den Camino del Norte ist Anfang April bis Anfang Juli sowie nach dem Sommer im September und Oktober.

Im August sind die meisten Pilger unterwegs, vor allem Spanier. September und Oktober eigenen sich ebenfalls gut. ab Ende Oktober sind die Tage kürzer und es kann streckenweise richtig kalt werden. Im Winter sind viele Herbergen geschlossen und in den Höhenlagen kann es zu kräftigen Schneeschauern kommen. Der Weg ist einsam und hält buchstäblich Winterschlaf. Er hat dadurch seinen besonderen Reiz für Extremwanderer.

 

Wenn dich das Thema Küstenweg noch mehr interessiert, dann habe ich hier noch zwei weitere Tipps für dich:

Christop informiert über seinen Küstenweg und seine Erfahrungen. Außerdem hat er einen interessanten Küstenweg-Guide geschrieben, ein Online Kurs, in dem er dir hilft, deinen Küstenweg zu planen.

Elisabeth beschreibt im Globetrotter Magazin die Sehenswürdigkeiten entlang des Weges und die Kultur des Küstenweges, den kleinen Fischerdörfern und die Abwechslung zwischen Berge und Küste.

 

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