Extremadura:Maskenpflicht auch im Freien, 100 EUR Strafe bei Nichteinhaltung. Gilt auch für die Via de la Plata!

Die Extremadura schreibt die Maskenpflicht auch bei Sicherheitsabstand (der derzeit 1,5 Meter beträgt) auf dem gesamten Territorium, in freien und geschlossenen Räumen und für alle Personen ab sechs Jahren vor. Die Maßnahme tritt an diesem Samstag, dem 11. Juli, in Kraft, und die Geldstrafe für das Nichttragen, das als geringfügiges Vergehen gegen die öffentliche Gesundheit gilt, wird 100 Euro betragen, obwohl der Betrag bis zu 6.000 Euro betragen könnte, „je nachdem, welche Personen Sie gefährdet haben“ und wie ernst die Situation ist. Sie wird von den Staatssicherheitskräften und -korps kontrolliert. Dies wurde diesen Freitag vom zweiten Vizepräsidenten und Minister für Gesundheit und Soziales der Junta, José María Vergeles, angekündigt, der erklärte, dass diese Änderung aufgrund der epidemiologischen Situation einzelner Gemeinden in der Provinz notwendig sei. „Es ist immer noch gut, aber wir müssen diese Maßnahme ergreifen, um eine unkontrollierte Übertragung durch die Gemeinschaft zu vermeiden“.

Quelle: Periodico Extremadura  

Nachrichten vom 11.07.2020

Neueste Nachrichten vom 02.07.2020

Einreise nach Spanien nur mit QR-Code möglich

Die Einreise aus allen EU– und Schengen-assoziierten Staaten nach Spanien ist seit dem 21. Juni 2020 wieder möglich. Bei Einreise erfolgt eine Gesundheitskontrolle durch Temperaturmessung, Auswertung durch die Gesundheitsbehörde und eine visuelle Kontrolle des Reisenden. Personen mit einer Temperatur von über 37.5 °C oder anderen Auffälligkeiten werden einer eingehenderen Untersuchung unterzogen.

Seit 1. Juli 2020 müssen Flugreisende nach einer Resolution der spanischen Regierung grundsätzlich ein Formular im Spain Travel Health-Portal zur Gesundheitskontrolle ausfüllen, das einen QR-Code erzeugt, der bei Einreise vorgelegt werden muss. Dies kann auch über die kostenfreie SpTH-App erfolgen. Bis zum 31. Juli 2020 kann auch weiterhin ein Formular in Papierform bei Einreise ausgefüllt werden.
Fluggesellschaften, Reedereien und Reiseveranstalter müssen Reisende auf die Pflicht der Vorlage dieses Formulars bei Einreise hinweisen.

Urlauber sollen dabei ihren letzten Aufenthaltsort, vorherige Reisen in andere Länder und die Adresse der in Spanien gebuchten Unterkunft mitteilen. Ebenfalls müssen Name, Heimatadresse, Telefonnummer, Alter und Ausweisnummer hinterlegt werden.
Nach der Registrierung erhalten alle Urlauber einen Barcode, der bei der Einreise am Flughafen vorgezeigt werden muss. Ohne diesen ist die Einreise nicht möglich. Anhand dieses Codes und den gegebenen Antworten (die genauen Kriterien werden nicht erläutert) entscheiden die spanischen Behörden, ob Einreisende auf Covid-19 getestet werden. Laut Auswärtigem Amt ist der Test für Reisende kostenlos.
Fluggesellschaften, Reedereien und Reiseveranstalter müssen Reisende auf die Pflicht der Vorlage dieses Formulars bei Einreise hinweisen.
Neueste Nachrichten vom 02.07.2020

Jakobsweg Nachrichten 19.06.2020

Eine besondere Pilgereise „La Luz del Camino“ von Roncesvalles nach Santiago de Compostela

Mehr als 100 Personen, darunter Hospitaleros, und Begleiter, tragen den Rucksack mit eingeschaltetem Licht zum Gedenken an die Opfer des Covid-19.

„Für all diejenigen, die in den letzten Monaten ihr Licht verloren haben und um Hoffnung zu geben für alle Opfer die ihr eigenes Licht gegeben haben während der Pandemie.“

Mit dem Relief, das von Carmen Villar Carbonel, einer Pilgerin und Krankenschwester von La Posada del Camino in Lintzoain, getragen wird, startet von der Stiftskirche von Roncesvalles eine Wallfahrt mit dem Namen „La Luz del Camino“ (Das Licht des Weges), mit der die Pilger und Krankenschwestern den Opfern des Covid-19 Ehre erweisen und die Bedeutung der Werte des Jakobsweges angesichts der Momente der Pandemie hervorheben wollen.

Die Pilgerreise hat auch die Besonderheit, dass sie über „Relais“ durchgeführt wird. Mehr als 100 Personen, darunter Träger und Begleiter, tragen den Rucksack mit einem beleuchteten Licht von Roncesvalles nach Santiago de Compostela.

Der Navarrer Jesús Ciordia, die treibende Kraft hinter dem Projekt, erklärte in Hoy por Hoy Navarra, dass die Idee während der Monate der Gefangenschaft entstand, da „für viele Pilger und Gastfreundschaft Suchende das Nachdenken über den Weg und über das, was wir auf ihm erlebt haben, uns geholfen hat, nach vorne zu schauen“, sagte Ciordia.

Gleichzeitig erklärt Mariló López aus Málaga, ein weiterer Organisator des Projekts, der auf irgendeine Weise so viele Menschen ehren wollte, die gegangen sind, ohne sich von ihren Lieben zu verabschieden.

So entstand die Idee zu dieser Pilgerfahrt entlang der Französischen Route von Roncesvalles aus, an der viele Menschen teilnehmen, die mit dem Rucksack reisen wollen.

Die Pilgerreise von ‚La Luz del Camino‘ beginnt nach der Segnung des Rucksacks, der das Licht tragen und nach Santiago geschickt werden soll. Wenn der Zeitplan ohne größere Probleme eingehalten wird, wird der Rucksack am 24. Juli, dem Vorabend des Apostelfestes, in Santiago ankommen.

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)


Quelle: Cadena Ser, Radio Pamplona

Jakobsweg Nachrichten 19.06.2020

Jakobsweg Nachrichten vom 15.06.2020

Corona und der Neustart auf dem Jakobsweg. Nun laufen sie wieder

Nach dem Totaleinbruch durch die Corona-Pandemie feiert der Jakobsweg langsam Wiederauferstehung. Derzeit sind erste Spanier unterwegs, ab Anfang Juli kehren internationale Pilger zurück.

Lorenzo Medin hieß der erste Wanderer, der nach dem Neustart der Pilgerbewegung auf dem Jakobsweg in Santiago de Compostela eintraf. Wie die Digitalzeitung „Nius“ und lokale Medien berichteten, ließ er sich vergangene Woche gleich nach der Öffnung der Provinzgrenzen innerhalb der Region Galicien von seiner Frau in die Stadt Lugo bringen. Dort begab er sich auf den sogenannten „Ur-Weg“, um die letzten 100 Kilometer bis zum Sehnsuchtsziel Santiago zu absolvieren.

Emotionales und surreales Erlebnis

Lorenzo kam wohlbehalten an. Die Erfahrung, auf der sonst zu dieser Jahreszeit stark frequentierten Strecke alleine unterwegs gewesen zu sein, empfand er als „sehr emotional und auch sehr surreal.“ Derzeit ist es nur in Galicien lebenden Pilgern möglich, gewöhnlich Spaniern wie Lorenzo also, Strecken des Jakobswegs in Angriff zu nehmen. Der Anfang bei der Wiederauferstehung des Pilgerwesens ist nun gemacht – durch die Corona-Pandemie und den Lockdown Spaniens mit der über Wochen verhängten Ausgangssperre blieb der Jakobsweg seit Mitte März komplett verwaist. Der Stufenplan der Regierung in Madrid sieht vor, dass ab 1. Juli innerhalb der EU wieder internationale Einreisen möglich sind und die Quarantänepflicht für Ankömmlinge aufgehoben wird.

Die Airlines sind gerüstet; ab Deutschland fliegen sie dann wieder ins nordspanische Bilbao, wo sich Pilger auf den Küstenweg begeben oder per Linienbus weiter ins Inland an die Hauptroute gebracht werden. Wer plant, ab der eigenen Haustür loszuradeln oder loszumarschieren, profitiert ab Montag von der Öffnung Frankreichs und könnte eine Punktlandung hinlegen, indem er Anfang Juli die Grenze nach Spanien passiert.

Herbergen öffnen wieder

Die wichtigsten Fragen in der internationalen Pilgergemeinschaft lauten: Wann öffnen die Herbergen wieder, wie sehen die Gegebenheiten vor Ort aus? „Etwa zwei Drittel der Herbergen werden Anfang Juli, wie auch die Kathedrale in Santiago, wieder öffnen“, sagt Enrique Valentin, der Vorsitzende der „Asociacion Red de Albergues privados del Camino de Santiago“, der Vereinigung privater Pilgerherbergen am Jakobsweg. Die neuen Hygiene- und Abstandsregeln führen in den Unterkünften allerdings zu einer Reduzierung der Kapazitäten. Im Schnitt könne man von „70 Prozent“ der sonst angebotenen Plätze ausgehen, so Valentin, das sei aber im Einzelfall „abhängig von den Räumlichkeiten“.

In welchem Umfang Herbergsküchen generell benutzbar sind, lässt sich schwer einschätzen. Valentin selbst betreibt am Hauptweg in der Region La Rioja im Dorf Ventosa die Herberge „San Saturnino“. Derzeit laufen bereits Reservierungen bei ihm ein, obwohl er später als andere „erst für Mitte Juli“ die Öffnung anpeilt. Was wird außerdem neu sein in den Herbergen? „Wir müssen Desinfektionsgel und Schutzmasken vorrätig haben. Das dürfen wir aber nicht verkaufen“, so Valentin über die behördlichen Vorgaben. Zudem müssten die Betten mit Wegwerflaken und auch die Kopfkissen mit Hüllen zur einmaligen Benutzung überzogen sein.

Leichte Preiserhöhungen in Herbergen

Mehrkosten und eine erhebliche Mehrarbeit entstehen den Wirten überdies durch die Desinfektionen der Duschen nach jeder Benutzung. Den Herbergsbetreibern bleibt nichts anderes übrig, als die Zusatzausgaben auf die Pilger umzulegen. Signifikante Preiserhöhungen hält Valentin allerdings für „ein falsches Zeichen“; in seiner Herberge hebt er den Übernachtungspreis von elf auf zwölf Euro an.

Enrique Valentin geht davon aus, dass sich der Pilgerbetrieb im Laufe des Sommers „wieder normalisiert“. Ein neuer Rekord wie 2019, als das Pilgerbüro von Santiago de Compostela insgesamt 347.578 Ankömmlinge registrierte, wird in diesem Jahr gewiss nicht fallen. Doch es herrscht Nachholbedarf. Gerade jetzt werden viele Pilger auf dem Weg Glaube, Hoffnung, spirituellem Trost und ein neues Freiheitsgefühl suchen. Jesus Fernandez Gonzalez, Weihbischof in Santiago de Compostela, drückte das in einem Interview mit der galicischen Zeitung „La Voz de Galicia“ unlängst so aus: „Ich habe den Eindruck, dass sich der Pilger regelrecht auf den Jakobsweg stürzen wird.“

Andreas Drouve
(KNA)
Quelle: Domradio.de
Jakobsweg Nachrichten vom 15.06.2020

Jakobsweg Nachrichten vom 14.06.2020

Jetzt doch!

Regelung für Schengen-Raum: Spanien öffnet Grenzen früher

Spanien lässt EU-Bürger früher als zunächst geplant wieder einreisen. Laut Ministerpräsident Sánchez lässt der Verlauf der Corona-Pandemie dies zu. Nur eine Grenze bleibt länger dicht.

Ursprünglich war geplant, dass die aktuellen Einreiseregeln wegen der Coronavirus-Krise bis zum 1. Juli gelten. So lange sollten nur Menschen mit Erstwohnsitz in Spanien ins Land kommen oder Reisende mit anderem wichtigem Grund – aber explizit keine Touristen.

Am 21. Juni soll Grenze öffnen

Die EU-Kommission hatte den Mitgliedsstaaten empfohlen, die Grenzen schon morgen, am 15. Juni, wieder zu öffnen. So weit will Spanien nicht gehen, weil bis zum 21. Juni noch der Alarmzustand gilt und selbst Spanier nicht frei im Land reisen dürfen.

Die Entscheidung der spanischen Regierung sieht nun so aus: Mit dem Alarmzustand enden auch die Einreisebeschränkungen für Bürger des Schengen-Raums, auch muss dann niemand mehr in Quarantäne. Der Verlauf der Pandemie lasse dies zu, sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez.

Portugals Regierung verärgert

Nur die Landgrenze zu Portugal bleibt noch bis Ende des Monats geschlossen. Diese Entscheidung traf laut portugiesischen Medienberichten die Regierung in Lissabon. Sie sei verstimmt darüber, dass Spanien die Grenzöffnung am 21. Juni ohne vorherige Absprache verkündet habe. Portugals Regierung wolle deshalb am ursprünglichen Termin festhalten und die Grenze zu Spanien erst am 1. Juli im Rahmen eines Staatsaktes öffnen. Daran sollen auch der spanische König und der portugiesische Staatspräsident teilnehmen.

Ab morgen dürfen schon einige deutsche Urlauber nach Mallorca und die anderen drei Balearen-Inseln reisen. Sie sind Teilnehmer eines Pilotprojekts, mit dem die Regionalregierung der Balearen und Hotels die strengen Sicherheitsprotokolle testen, die wegen der Corona-Pandemie für Touristen gelten.

Jakobsweg Nachrichten vom 24.06.2020

Quelle: BR24

Rückkehr der Pilger nach Santiago ab 01.Juli 2020

Jakobsweg Nachrichten vom 13.06.2020:

Inzwischen haben etliche Herbergen bereits im Probebetrieb geöffnet sowohl in Spanien als auch in Portugal. Andere Herbergen aber auch schon klargestellt, dass sie dieses Jahr nichtmehr öffnen werden. Es bleibt noch eine angespannte Situation.

Ab 1.Juli sind die Jakobswege offiziell wieder nutzbar. Ich hoffe, dass durch die ersten Pilger auch bisherige Anspannungen geklärt werden können und zu mehr Verständnis für alle führen.

In Galizien werden die Herbergen schrittweise wieder geöffnet, je nach Pilgerandrang zuerst die Privaten und anschließend die Öffentlichen Herbergen. Das Pilgerbüro in Santiago de Compostela ist ab 1.Juli ebenfalls wieder geöffnet. Man kann sich also seine Pilger-Urkunde ausstellen lassen.

Aus meiner Sicht kann man Anfang September sowohl die Lage als auch die bis dahin eventuellen Auswirkungen einfach besser abschätzen. Wer trotzdem bereits im Sommer gehen möchte sollte unbedingt das Herbergsverzeichnis mitnehmen. Auch wenn es nicht aktuell sein kann, so ist es doch eine große Hilfe eine Ausweichmöglichkeit zu finden, falls Herbergen geschlossen sind.

Von allen Jakobswegen rate ich im Moment davon ab, die Via de la Plata gehen zu wollen. Im Sommer ist es erstens sehr heiß und zweitens gibt es bisher nur wenige Herbergen die zuverlässig geöffnet sind. Hier müsste in jedem Falle auch in Hotels und Pensionen übernachtet werden.

Es wird jetzt damit gerechnet, dass auf dem Camino Frances und Camino Portugues ca. 80% der Herbergen wieder geöffnet sind, Tendenz steigend. Das Vorbuchen der Unterkünfte ist ein wichtiges Instrumentarium für eine gute Planung der Unterkünfte, nicht nur für Pilger sondern auch für die Herbergen.

Falls ihr in Santiago ankommt, bitte nicht wundern, in der Kathedrale gibt es ein strenges Hygienekonzept. So ist es z.B. nicht möglich, die Apostelstatue auf dem Hochaltar zu umarmen. 

Jakobsweg Nachrichten vom 13.06.2020

Quellen u.a: La Voz de Galizia

Wie du Herbergen auf dem Camino unterstützen kannst

Zunächst für diejenigen die gerne mehr über die Hygienevorschriften wissen wollen (auf Spanisch). Aktionen die Pilgerherbergen in Spanien unterstützen:

Aktion von Heidis Taberna Vella, für Pilger die auf den letzten 100 Km unterwegs sein wollen. Gutscheinaktion von Sabine und Ulrich Schnepf, Herberge Casa Las Almas, unbegrenz gültig und übertragbar. Pilger verkaufen ihre Produkte von Dorothea und Merle, ein Teil des Erlöses geht an bestimmte Herbergen. Weitere Unterstützungsaktionen von Martin Dex auf Facebook gesammelt.

2 Kommentare
  1. Klaus-Dietrer-Baumann
    Klaus-Dietrer-Baumann sagte:

    Hallo Peter,
    bei meiner Planung für den Camino auf der Via de la Plata im April 2020, der momentan auf 2021 verschoben ist, konnte ich Ende 2019 schon, also lange vor der Corona-Krise, im Internet keine zuverlässigen Informationen finden, ob in einigen Ortschaften die angegebenen Herbergen überhaupt noch existieren. So wie ich das sehe, wird es auf der Via de la Plata in 2020 und auch danach öfter ein Problem sein, eine Herberge zu finden. Vor allem, wenn man in kleineren Ortschaften Station machen möchte. Da man bei vielen Herbergen noch nicht online reservieren konnte, sollte man auf alle Fälle versuchen, von Spanien aus die in Frage kommenden Herbergen früh genug zu kontaktieren um ggf die Route anpassen zu können.
    Nächstes Jahr kann es vermutlich wegen dem Heiligen Jahr und möglicherweise nicht mehr geöffneten Herbergen auf allen Routen zu ähnlichen Problemen kommen.
    Gruss Dieter

    Antworten

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