Die 7 häufigsten Ausreden den Jakobsweg nicht zu laufen

und wie du sie garantiert auflösen kannst

Ja, du kennst sie ganz gut. Ich selbst kenne sie auch und wir alle haben sie schon genutzt und damit versucht, uns mit ihrer Hilfe aus einer misslichen Situation zu stehlen.

Ja, wovon sprechen wir heute? Von den Ausreden,

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WARUM NUTZEN WIR AUSREDEN?

Ja, du kennst sie ganz gut. Ich selbst kenne sie auch und wir alle haben sie schon genutzt und damit versucht, uns mit ihrer Hilfe aus einer misslichen Situation zu stehlen. Ja, wovon sprechen wir heute? Von den Ausreden und falschen Beruhigungen.

Ja, warum nutzen wir eigentlich Ausreden?

Solche Entschuldigungen sind in der Regel immer eine Absage auch an uns selbst und sollen unser Verhalten erklären. Fehler rechtfertigen und damit letztendlich die Verantwortung auch abgeben und delegieren.

In der Regel immer von uns weg.

Sie können aber auch eine Form des Selbstbetrugs sein. Und dann ist es besonders schade. Nicht wenige Menschen halten sich mithilfe solcher Ausreden selbst davon ab, ihre Träume und Ziele zu verwirklichen. Und genau das trifft auch auf den Wunsch zu, den Jakobsweg gehen zu wollen.

Die sieben häufigsten Ausreden, den Camino nicht zu gehen, habe ich für dich gesammelt und werde sie dir auch kurz erklären, worauf du achten kannst und wie du trotzdem, trotz Ausrede, beginnen kannst, dich auf deinen Camino vorzubereiten und dich zu freuen.

DIE ERSTE GUTE AUSREDE: MIR FEHLT DER INNERE ANTRIEB DEN JAKOBSWEG ZU LAUFEN

Ich würde zwar gerne den Jakobsweg laufen, aber ich kann mich einfach nicht dazu aufraffen.

Kennst du das auch?

Du möchtest morgens einen Tick früher aufstehen, damit du nicht so gehetzt deinen Alltag beginnst. Oder du möchtest vielleicht Frühsport machen? Morgens Qigong machen? Und bräuchte es dafür vielleicht 10 Minuten mehr an Zeit?

Vielleicht weißt du auch, wie schwer es ist, abzunehmen oder damit zu beginnen. Wie kann man diesen Stillstand, den wir für uns erleben, der uns auch ärgert und manchmal unsere Laune verdierbt, wie kann man damit umgehen?

Wie kann man also seine Bequemlichkeit abtrainieren?

Und wie kann man lernen, kleine neue Schritte zu tun?

Bei mir ist das zum Beispiel morgens früher aufstehen, um nur eine Viertelstunde Gymnastik zu machen. Wie oft habe ich das schon ausprobiert! Und die Lösung für mich war, dass ich morgens, wenn ich aufgewacht bin, noch im Bett liegen bleibe und mir genau vorstelle, wie jetzt die nächste halbe Stunde ablaufen wird.

Ich stelle mir also bildhaft vor, ich stehe auf, gehe ins Bad, laufe die Treppe hinunter, schalte die Kaffeemaschine an, dann öffne ich die Gartentür, gehe raus in den Garten und mache meine ersten Dehnübungen.

Und dann stelle ich mir jede einzelne Dehnübung auch genau vor. Erst dann stehe ich auf und mache genau das, was ich mir bisher vorgestellt habe. So schaffe ich tatsächlich, dass ich das was ich mir in meinen Gedanken vorgestellt habe, auch verwirkliche.

Ich möchte dir noch ein zweites Beispiel geben, das mich betrifft, und zwar meine Handynutzung:

Ich kann dir gar nicht sagen, wie lange es für mich gedauert hat, morgens den ersten Griff NICHT zum Handy zu machen und das Handy die erste halbe Stunde meines Tages nicht zu benutzen. Alleine dafür habe ich Wochen gebraucht, diese Bequemlichkeit umzustellen.

Wenn du dir vorstellst, bevor du aufstehst, wie die erste halbe Stunde deines Tages verläuft, hast du große Chancen, genau das zu tun, was du dir vorgestellt hast. Egal ob es 10 Minuten, eine Viertelstunde oder eine halbe Stunde ist. Das ist für mich der erste kleine Schritt, eine Bequemlichkeit abzutrainieren.

Überliste also deine Trägheit und deinen inneren Schweinehund und setze dir ganz konkrete kleine Ziele.

Ich wurde vor Beginn meiner Reise gefragt Wie kommst du nach Santiago? Und mir fiel da keine bessere Antwort ein als Schritt für Schritt. Ich wusste ja selbst nicht, wie ich dorthin kommen würde und denke immer daran. Jede große Reise beginnt mit dem ersten Schritt.

DIE ZWEITHÄUFIGSTE AUSREDE UM ZUHAUSE ZU BLEIBEN: ICH WEISS NICHT, WIE ICH DAS ALLES ORGANISIEREN SOLL

Tja, dafür gibt es eine ganz einfache Lösung. Dafür gibt es den Buen Camino Club, der dir hilft, dich auf alles vorzubereiten. Es gibt einen Online Vorbereitungskurs, den du nutzen kannst. So wirst du in fünf Tagen deinen kompletten Jakobsweg vorbereiten.

Es gibt eine Packliste, die du downloaden und einfach abhaken kannst. Und schon kann es losgehen. Wenn du etwas vergessen oder nicht an etwas gedacht hast, dann hast du in Spanien auch immer die Möglichkeit, unterwegs etwas einzukaufen.

Also dieser Punkt „Ich weiß nicht, wie ich das alles organisieren soll“ ist eines der einfachsten Ausreden, die du ganz einfach abarbeiten und dadurch auch schnell Sicherheit bekommen kannst.

3. DIE BESTE AUSREDE: ICH HABE NICHT SO VIEL URLAUB AM STÜCK.

Das war früher tatsächlich so, dass sehr viele Pilger den kompletten Jakobsweg laufen wollten. Also den Camino Frances. Und dafür braucht man in der Regel 5 6 Wochen. Wer schnell ist, schafft das vielleicht auch in 4 Wochen. Aber darunter war es in der Regel nicht machbar.

Heute ist es so, dass man einen Jakobsweg schon in zwei Wochen laufen kann. Eines der beliebtesten Strecken ist inzwischen der Camino Português geworden. Der ist bequem in zwei Wochen machbar. Also wenn du glaubst, dass du nicht so viel Urlaub am Stück nehmen kannst, selbst ab zwei Wochen ist es machbar, den Jakobsweg zu laufen.

Auch eine Woche in Spanien den Camino Aragones oder den Camino Ingles zu pilgern, ist machbar. Zwar ein bischen verrückt, aber möglich.

Und wenn du wegen einer Woche nicht nach Spanien fliegen möchtest, dann kannst du auch auf einem einheimischen Jakobsweg eine Woche wandern und Pilgern gehen.

Dann gibt es noch die Frage „Soll ich meinen kompletten Jahresurlaub dafür nehmen?“

Da kann ich dir sagen: Ja, es lohnt sich.

Einige Pilger haben sich auch mit ihrem Arbeitgeber verständigen können und haben unbezahlten Urlaub bekommen, wenn sie 4, 5, 6 Wochen oder teilweise sogar 3 Monate von zuhause aus den Jakobsweg gehen wollen. Also auch das ist machbar und es lohnt sich.

Wenn du diese Sehnsucht hast, kannst du auch deinen Arbeitgeber darauf anzusprechen.

Ein gutes Beispiel war Jens:  Jens ist zu seinem Chef gegangen hat gesagt: „Ich möchte den Jakobsweg laufen. Das dauert drei Monate und wenn ich das nicht machen kann, dann muss ich leider kündigen.“

Das ist vielleicht nicht für jeden so einfach anzusprechen. Aber auch diese Variante gibt es.

DIE VIERTE AUSREDE: „ICH KANN MEINE FAMILIE NICHT ALLEINE LASSEN.“

Ja, das ist ein sehr sensibles Thema, das ich auch sehr gut verstehen kann. Bei dieser Erklärung frage ich trotzdem gerne noch einmal nach:

Und für eine Woche?

geht es auch nicht für eine Woche?

Gibt es jemanden in der Nachbarschaft oder auch in den Sozialstationen, der aushelfen kann für eine gewisse Zeit?

Wenn du pflegebedürftige Menschen in deiner Nähe pflegen musst ist das eine sehr besondere Situatione. Dann kann ich diesen Punkt auch sehr gut verstehen. Vielleicht gibt es jedoch auch da die Möglichkeit, mit den Sozialstationen oder mit anderen Bekannten, Freunde oder Verwandte zu sprechen.

Ob es eine Möglichkeit gibt, für ein oder zwei Wochen mal eine Auszeit zubekommen, wenn es um den Haushalt geht oder auch um die Kinder und die Kindererziehung, dann kann manchmal hilfreich sein, wenn der Partner zur gleichen Zeit Urlaub macht und in dieser Zeit sich um den Haushalt um die Kinder kümmert.

Ich weiß, ein sensibles Thema, aber auch hier.

Denke einmal darüber nach: Wenn es dir wirklich wichtig ist, den Jakobsweg zu laufen, dann kannst du durch Gespräche und durch gemeinsame Überlegungen hier vielleicht doch eine Möglichkeit finden.

DIE FÜNFTE AUSREDE: „DAS SCHAFFE ICH NIE“

Ich bin viel zu untrainiert.

Naja, es ist so, dass 800km die wenigsten Menschen und die wenigsten Pilger zu Hause schon trainieren. Und ich sage immer, der Weg ist der beste Fitnesstrainer. Das heißt, wenn du körperlich noch nicht ganz fit bist, dann wird diese Fitness auf dem Weg selbst kommen.

Zuhause kannst du beginnen mit kleinen Spaziergängen.

Das sind die ersten Schritte nach draußen.

Regelmäßige kleine Spaziergänge.

Dann beginnen mit Wochenend-Ausflügen, So dass du auch einmal übernachten kannst. Egal ob mit dem Zelt in einer Jugendherberge oder in einer Pension oder in einem Hotel.

Und im Grunde genommen sind alle Pilgerinnen und alle Pilger, bevor sie den Jakobsweg beginnen oder wenn sie dann ihren ersten zweiten Tag auf dem Jakobsweg haben, nicht trainiert.

Dabei kannst du auch lernen, den Weg als kleine Etappen zu erkennen. Das heißt: Wie gehst du den Jakobsweg? Schritt für Schritt!

und auch ein ganz wertvoller Punkt: Nicht an anderen Pilgern orientieren

d. h. deinen eigenen Rhythmus finden. Und wenn du das beachtest, dann wirst du diesen Weg auch für dich schaffen. Denn es gibt keine Vorgaben, in welcher Zeit der Jakobsweg gelaufen werden muss oder wie viele Kilometer du am Tag zurücklegen sollst.

Das entsteht am meisten in unseren eigenen Köpfen.

Deswegen: Statt „Das schaffe ich nie“ oder „ich bin zu untrainiert“, beginnen mit kleinen Trainingseinheiten und den Rest auf dem Jakobsweg auf sich zukommen lassen. Sich selbst vom Camino trainieren lassen.

DIE 6. AUSREDE: ICH TRAUE MICH NICHT ALLEINE.

Auch das ist eine sehr häufige Ausrede, die ich zu hören bekomme.

Was bedeutet das eigentlich, ich traue mir nicht alleine?

Dahinter steht oft auch die Frage: Wird es zu einsam für mich?

Oder ich habe Angst, alleine zu laufen?

Wenn es die Einsamkeit ist, dann kann ich dich beruhigen. Es gibt auf dem Wegnetz in Spanien viele Caminos mit guter Pilger Frequenz. Das heißt, dann kannst du dir einen Pilgerweg aussuchen, wo mehrere Pilger unterwegs sind und kannst morgens, wenn du in der Pilger Herberge loslaufen möchtest, dich einfach einer Pilgergruppe anschließen.

Das ist völlig normal.

Das geht vielen Pilgern so.

Du hast aber dann auch die Möglichkeit, wenn du Ruhe möchtest, dich zurückziehen möchtest, alleine zu laufen. Das heißt, du wirst immer jemanden finden, der dich begleitet. Wenn du es möchtest.

DIE 7.AUSREDE: VIELLEICHT BESSER NÄCHSTES JAHR

Tja, jetzt haben wir 2021 und ausnahmsweise in diesem Jahr könnte man sagen Okay, vielleicht ist nächstes Jahr tatsächlich besser, denn auch nächstes Jahr ist noch ein heiliges Jahr.

Man verpasst also nichts.

Aber eins kann ich dir heute schon garantieren:

Wenn es nur ein Aufschieben in das nächste Jahr ist, wird deine Sehnsucht nach dem Camino immer größer und größer werden. Dann laufe deinen Weg jetzt, dieses Jahr. Das Aufschieben ins nächste Jahr dient eigentlich nur der kurzfristigen Beruhigung.

Und deine Sehnsucht wird wiederkommen.

Und zwar jedes Mal stärker und stärker.

Wenn du im Frühjahr nicht laufen möchtest, weil es zu regnerisch ist, dann wird es im Sommer dir zu heiß sein, im Herbst zu windig und im Winter zu kalt. Also schnell und einfach tun. Nicht mehr lange zögern, sondern einfach loslaufen.

Das erinnert mich auch so ein bißchen an die Osterzeit, wenn wir als Kinder im Garten die Ostereier gesucht haben und gefunden haben. Wir haben sie sofort gegessen, nicht überlegt: Heb ich die jetzt auf? Esse ich die morgen oder erst nächste Woche? Oder ein kleines Stückchen? Ob das Wetter gut ist, ob es Frühjahr ist oder Herbst? Lieber genau einteilen?

Gut planen, wie ich die Schokolade esse, das gab’s bei mir nicht. Und wahrscheinlich bei dir selber auch nicht. Zumindest die meisten haben gleich ohne nachzudenken mal das ein oder andere Schokoladenei gegessen.

Und genauso kannst du es beim Jakobsweg tun. Einfach loslegen, ohne zu viel zu überlegen. Also sei wieder ein Kind. Flug oder Zug buchen. Ab nach Spanien. Rucksack packen und schon geht’s los.

Traue dich einfach und schaue, dass deine Ausreden weniger werden oder dass aus deinen Ausreden Motivationsreden werden.

Das waren sie, die sieben häufigsten Ausreden, den Jakobsweg nicht zu gehen.

WAS LÄSST DICH ZÖGERN, DEINEN JAKOBSWEG JETZT NICHT ZU GEHEN?

Was sind deine Ausreden?

Was sind deine Blockaden?

Das würde mich sehr interessieren. Und ich würde mich sehr freuen, wenn du mir einfach eine E-Mail schreiben würdest oder eine Sprachnachricht sendest oder unten in die Kommentare schreibst.

Vielleicht sind es ja bei dir ganz andere Gründe, die ich selber noch nicht genannt habe.

Im Buen-Camino-Club kannst du nach deiner kostenlosen Anmeldung viele nützliche Unterlagen und Vordrucke downloaden. Ebenso findest du dort Unterkunftsverzeichnisse zu vielen Jakobswegen. Zur Anmeldung im Buen-Camino-Club.

Weitere Informationen zum Podcast gibt es auf der Webseite. Falls du mir Feedback geben möchtest: Ich freue mich über jede Sprachnachricht. Einfach auf den Link klicken und aufsprechen. Falls die Sprechzeit früher zu ende geht, einfach nochmal eine zweite Nachricht senden.

Hier findest du meinen Blog:

Buen Camino Peter Kirchmann


Buen-Camino-Club

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8 Gedanken zu „Die 7 häufigsten Ausreden den Jakobsweg nicht zu laufen“

  1. Hm … das alles als „Ausreden“ zu disqualifizieren, finde ich nicht in Ordnung. Jede,r findet irgendwann den richtigen EIGENEN Moment zum Pilgern!
    Und:
    für mich ist Pilgern unbedingt auch eine geistliche Reise mit mir und meinem Gott. Und da schrecken mich die zu erwartenden Menschenmengen schlicht ab!!!
    Ich gehe deshalb seit Jahren viele tausend Kilometer auf anderen Pilgerwegen; seeeehr empfehlenswert ist der norwegische Olafsweg.
    Gott befohlen, euer Dietrich

    Antworten
    • Lieber Dietrich,
      Vielen Dank für deine Rückmeldung. Du hast natürlich völlig recht, dass für jede Pilgerin und jeden Pilger der richtige Moment kommen wird, zu dem er seine Reise so gehen kann wie er es für sich selbst möchte. Ich hätte natürlich stattdessen auch „Die 7 häufigsten Gründe“ schreiben können. Ich habe mich dennoch bewusst für „Ausrede“ entschieden. Ich wollte den ein oder anderen Leser dadurch zum Nachdenken anregen, denn manchmal kann es ein schmaler Grad sein zwischen „Gründe“ und „Ausreden“. Es wäre sehr schade, wenn es für manche Pilgerin und für manchen Pilger irgendwann zu spät wäre, seinen Camino überhaupt zu gehen.

      Buen Camino
      Peter

      Antworten
      • Hallo Peter, deine Gründe habe ich tatsächlich auch schon mehrfach gehört, was mich allerdings nicht gestört hat mutig und kurzfristig loszulaufen. Ich bin den Camino Frances September 2019, Dank Urlaub, einer deiner Gründe 🤓, bis Burgos gelaufen und war total erschrocken über die Menge der Menschen die dort unterwegs waren. Ich weiss nicht wieviel Busse Südkoreaner und Brasilianer dort ausgesetzt wurden 🤦‍♀️
        2020 fiel die Anschlussetappe dank Corona aus; jetzt bin ich am überlegen ob ich dieses Jahr, solange der Rest von Portugal „Delta“ frei bleibt den Portugues laufe, um ein Erfolgserlebnis zu haben und das heilige Jahr mitnehme oder von Burgos nach Leon laufe, denn mein AG ist in Bezug auf Urlaub nicht zu Diskussionen bereit …
        Pilgern ist mir wegen der Begegnung mit Mitmenschen wichtig, aber auch die Ruhe mit mir selbst finden; da muss jetzt in meinem Kopf nicht unbedingt eine Achterbahnfahrt stattfinden, da reicht mir auch ein Vogelkonzert
        Grüße Christine

        Antworten
  2. Hallo lieber Peter,
    lange habe ich gezögert auch mal einen Kommentar zu schreiben. Warum? Vielleicht auch eine Ausrede? Aber jetzt hat mich Dein Podcast angeregt auch mal was zu schreiben.
    Die sieben Gründe die Du sehr bewegend dargestellt hast, sind mir wohl bekannt und kommen auch bei mir regelmäßig in den Kopf.
    Eine Ausrede ist meine Frau.
    Immer wenn wir darüber sprechen, dann „Schatz ich habe Angst um Dich, was ist, wenn Dir was passiert, es ist viel zu heiß, der Weg ist zu beschwerlich oder was ist mit der Sprache“ Zwar kann ich jedesmal darauf antworten,
    Wir sind in Europa und auf den Weg wird Dir immer geholfen
    Das Wetter ist immer Unterschiedlich mal regnet es mal ist es Heiß.
    Beschwerlich ist das Leben und immer gibt es was zu meistern.
    Die Sprache auf den Camino ist international, sodass es immer Möglichkeiten gibt sich zu verständigen. Außerdem gibt es Übersetzungsmöglichkeiten auf dem Handy.

    Wie Du Siehst kann ich darauf reagieren, aber meine eigentliche Ausrede ist:
    Was ist mit meiner Karriere im Beruf oder im Büro, kann ich so lang wegbleiben?
    Sechs Wochen, sind eine Lange Zeit. Kürzere Strecken in Deutschland (10 Tage) bin ich schon gepilgert. Hier traf ich aber keine Pilger. Mein Traum ist es die Letzen Stecke (den Küstenweg 600 – 800 km). Zurzeit hält mich die Pandemie auf, aber die Sehnsucht wächst. Ich werde auch nicht jünger.
    Buen Camino
    Ronald

    Antworten
    • Lieber Ronald,
      herzlichen Dank für deine Offenheit die du mit uns teilst. Hast du schon einmal mit deiner Frau gesprochen, was es für sie bedeuten würde mitzugehen? Zu deinem Urlaub: Was würde sich für dich an deinem Wunsch den Camino zu laufen ändern, wenn es statt 6 Wochen nur 3 Wochen wären? Falls das für dich vorstellbar ist, könntest du quasi einen Teil dieses Jahr gehen und in einem anderen Jahr den Rest deiner Strecke.
      Buen Camino
      Peter

      Antworten
      • Lieber Peter,
        vielen Dank für Deine netten Worte. Ich habe auch schon daran gedacht, nur kann meine Frau aus gesundheitlichen Gründen diesen langen Weg nicht gehen.
        Dein Vorschlag „nur“ 3 Wochen zu gehen finde ich super. Genau das werde ich mir überlegen. Dieses Jahr werde ich das noch nicht umsetzten, da ich noch zu große Angst vor der Pandemie habe. Die Planung ist, das ich ab 01. Mai 22 auf jedenfall gehen. Vielleicht ab Sebtember 22 den Rest. Dann bin ich im Heiligem Jahr doch noch des Weg gegangen. Habe auch schon meinen Pigerausweis bei der Deutschen St.Jakobus-Gesellschaft e.V. beantragt.

        Vielen Herzlichen Dank und Buen Camino

        Ronald

        Antworten
  3. Ich bin September 2019 von SJP nach Bourgos; ich hatte täglich Angst keine Unterkunft zu bekommen, weil Brasilien und Südkorea in Bussen unterwegs war.
    Dies Jahr September wage ich im Rahmen meines Jahresurlaubs den Camino Portugues, sofern die DeltaVariante im Raum Lissabon bleibt; bis dahin bin ich zweimal geimpft 🙄

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    • Liebe Christine,
      oft hilft es in der Hochsaison, wenn du deine Tagesetappe nicht an den offiziellen Orten endest, sondern eine Ortschaft davor oder eine Ortschaft weiter läufst. Gerade die Pilger aus Asien halten sich oft an die „vorgegebenen“ Etappen, wenn sie in größeren Gruppen laufen. Ich wünsche dir, dass du deinen Camino im September durchführen kannst.

      Buen Camino
      Peter

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