jetzt Deinen Jakobsweg gehen

Online-Kurs zur Vorbereitung deines Jakobsweges

Deinen Jakobsweg gehen ist etwas wunderbares!  Vor allem dann, wenn du deinen ersten Schritt getan hast. Dieser beginnt meistens mit den ersten Fragen zur Vorbereitung. 

In den letzten Monaten bin ich oft gefragt worden, „Wie bereitet man sich eigentlich auf den Jakobsweg vor, wie groß ist der Planungsaufwand, schaffe ich das überhaupt?“

– Und welche Tipps ich geben könnte –

Die Antworten wurden immer ausführlicher. Und die häufigsten Fragen waren immer ähnlich. Daraus ist jetzt dieser Online-Kurs entstanden. Ich möchte dir bei der Vorbereitung zu deinem „Jakobsweg gehen“ auf diese Weise behilflich sein. Sie spart dir sehr viel Zeit und du kannst sofort beginnen. Wenn du dich ranhältst ist deine Planung innerhalb von einer Woche abgeschlossen.

also, hier meine Einladung an euch:

der Online-Kurs zur Vorbereitung

Zunächst möchte ich mich bei allen bedanken, die an der Gestaltung des Kurses mitgewirkt haben. Pilger-Einsteiger und Pilger Profis haben nach vielen Wochen Detailarbeit geholfen, den Online-Kurs „Deinen Jakobsweg gehen“ zu optimieren und auf Praxistauglichkeit zu prüfen.

Wie funktioniert der Kurs genau?

Du kannst dich auf der Anmelde-Seite eintragen. Anschließend wirst du drei Emails bekommen:

das erste Mail mit der Bitte um Bestätigung deiner Teilnahme

das zweite Mail mit der Startinformation

das dritte Mail mit dem ersten Kurs-Inhalt

Du wirst an 5 Tagen hintereinander jeweils eine Aufgabe zu gemailt bekommen, die du dann selbständig für dich bearbeiten kannst. Alle Informationen die du zum beantworten benötigst findest du im Mail. Sowohl eine verständliche Erklärung als auch weiterführende Links zu mehr Informationen, falls du diese benötigst. Du findest ebenfalls einige persönlich Tipps von mir aus der Praxis.

Jeden Tag um 6.00 Uhr bekommst du das nächste Mail mit der nächsten Aufgabe. Am letzten Tag hast du deine Planung abgeschlossen. Solltest du wären des Kurses Fragen haben, kannst du diese am Ende des Mails oder einfach hier als Kommentar mir zusenden.

viel Spaß beim Online-Kurs „Deinen Jakobsweg gehen“


Zum Online-Kurs: „Deinen Jakobsweg gehen“

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Kommentare und Verbesserungsideen:

Pilgerherbergen Verzeichnis

Kostenloses Pilgerherbergen Verzeichnis: Deinen Weg vorbuchen

Du willst das kostenlose 

Pilgerherbergen Verzeichnis ?

Über 700 Unterkünfte im Pilgerherbergen Verzeichnis entlang des Camino Frances. Wie du ganz einfach deinen Jakobsweg vorbuchen kannst.

„Ich zeige dir in 8 Schritten alles, was du über das Vorbuchen wissen mußt und wie du auch unterwegs flexibel bleiben kannst. 

Du bekommst alle Informationen über die Pilgerherbergen und Unterkünfte entlang des Camino Frances kostenlos“. 

Eine wichtige Information zu diesem Beitrag:

Ich weiß, dass das Vorbuchen von Unterkünften manchmal auf geteiltes Echo stößt. Es gibt sehr viele Möglichkeiten den Jakobsweg zu gehen. Die meisten Pilger bevorzugen die Freiheit und Unabhängigkeit, dort zu übernachten wo sie gerade ankommen. Sie sagen dass es gerade einen großen Teil des Weges ausmacht, mal nicht immer Gewissheit zu haben, wie und wo der Tag endet. 

Der eine mag es lieber so, der andere wie einen vorgebuchten Urlaub, ja nichts dem Zufall überlassen. Zu diesem Thema gibt es meist zwei überzeugende Meinungen. Die Vorbucher und die einfach Drauflosgeher ! 

So weiß ich, dass es zu diesem Thema sehr unterschiedliche Meinungen gibt.

Dieser Beitrag wendet sich also in erster Linie an diejenigen, die aus unterschiedlichen Gründen gerne vorbuchen wollen, oder es aus anderen Gründen sogar tun müssen. Die positiven Effekte werden im Beitrag ausführlich beschrieben.

übrigens:

Man konnte schon vor 500 Jahren vorbuchen: 

Christop Kühn schreibt: „Hartmut Kühne: Santiago de Compostela – Jerusalem – Rom: All inklusive. Ein neu entdeckter Wallfahrtsdruck aus dem Jahr 1513, in: Sternenweg. Mitgliedszeitschrift der Deutschen St. Jakobus-Gesellschaft 42, 2008, S. 18-23.
Damals bot ein Reeder aus Antwerpen für 80 ungarische Gulden eine Pauschalpilgerreise nach Santiago de Compostela, Jerusalem und Rom an. Vor 150 Jahren ging das erst recht: Der französische Abt Jean Baptiste Párdiac hat im Jahre 1860 auf seiner Pilgerreise nach Santiago de Compostela öfters in Klöstern seines Ordens vorgebucht; der elektrische Telegraph (1833 erfunden und 1860 schon vielerorts in Europa zu finden) machte es möglich.“

Deshalb möchte ich das Verzeichnis gerne denjenigen die das gerne nutzen wollen kostenlos zur Verfügung stellen. Und unabhängig davon, ob sie vorbuchen oder nicht.


„Das kostenlose Pilgerherbergen Verzeichnis“

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Wie du schnell und einfach

vorbuchen kannst

Kennst du das? Du möchtest mit deiner Planung beginnen, machst dir Gedanken über die möglichen Tagesetappen und möchtest wissen wo du übernachten kannst? 

Wo sind mögliche Pilgerherbergen und wie viele Betten gibt es dort? Kann ich vorreservieren und was mache ich, wenn die Herberge schon belegt ist?

Nach meinem Beitrag kannst du deine Jakobsweg durch das Pilgerherbergen Verzeichnis vorbuchen und bleibst trotzdem flexibel. Eine Schritt für Schritt Anleitung. 

interaktives Verzeichnis der 

Pilgerherbergen

Das aktuelle interaktive Pilgerherbergen Verzeichnis ist leicht und verständlich aufgebaut. Es beinhaltet die Namen der Pilgerherbergen entlang des Camino Frances und alternative Übernachtungsmöglichkeiten. 

Bei einem Klick auf den Namen der Herberge wirst du direkt auf die Homepage mit detaillierter Beschreibung geleitet. Das Auffinden der Unterkunft unterwegs deutlich einfacher. 

Die angegebene Telefonnummer ermöglicht dir bei vielen Übernachtungsmöglichkeiten auch eine telefonische Vorreservierung.

Entspannt deinen Jakobsweg gehen

Ich selbst habe genau diese Vorgehensweise im August gewählt. In einem Monat, in dem normalerweise die meisten Pilger unterwegs sind und immer wieder Probleme bei Übernachtungen entstehen können. 

Das tägliche "Wettrennen" um einen Schlafplatz hat teilweise abenteuerliche Züge angenommen. Einige Pilger stehen morgens bereits um 4.30 Uhr auf, packen ihren Rucksack mit entsprechenden Geräuschen und stürmen aus der Herberge nur um dann bereits um 12.00 Uhr in der nächsten Pilgerherberge einen Schlafplatz zu bekommen.

"Willst du dir das antun?" - habe ich mich gefragt - nein - es muss noch eine andere Möglichkeit geben!

So habe ich mich entschlossen, die Übernachtungen vorzureservieren. Das hätte ich mir vor ein paar Jahren nicht gedacht. Das Ergebnis war klasse:

Ich bin jeden morgen zu der Uhrzeit aufgestanden zu der ich aufstehen wollte und gemütlich in meinem Laufrhytmus den Jakobsweg gelaufen. Ohne Angst haben zu müssen kein Bett zu bekommen.

So konnte ich den Weg trotz hohem Pilgeraufkommen sehr entspannt gehen, da ich mir keine Gedanken mehr über die Übernachtung machen musste. Daraufhin entstand dieses Pilgerherbergen Verzeichnis, damit auch andere Pilger diese Möglichkeit nutzen können.

Dein Umsetzungsplan

  1. Wähle deine beste Reisezeit, in welchem Monat möchtest du starten?
  2. Wieviel Zeit hast du zur Verfügung?
  3. Wo möchtest du starten?
  4. Wo möchtest du deinen Jakobsweg beenden?
  5. Teile deine Pilgerschaft in sinnvolle Etappen ein
  6. Wähle die möglichen Übernachtungsorte
  7. Wähle deine Unterkunft
  8. Melde dich einen Tag vor der Übernachtung noch einmal

Ich selbst habe genau diese Vorgehensweise im August gewählt. So konnte ich den Weg trotz hohem Pilgeraufkommen sehr entspannt gehen, da ich mir keine Gedanken mehr über die Übernachtung machen musste.


Detail Erklärungen zum Pilgerherbergen Verzeichnis:

PHV Erklärung

1. Etappe:

Die Länge der Tages-Etappe wird in Kilometer angegeben. Zusätzlich in reiner Laufzeit zwischen Start und Ziel des Tages. Auch die insgesamt an diesem Tag zu bewältigenden Höhenmeter. Die mögliche Tagesleistung ist nicht nur von der Distanz zwischen Beginn und Ende abhängig, sondern auch von den zu leistenden Höhenunterschieden.


2. Ort:

Angegeben wird der Ortsname sowie die mittlere Höhe des Ortes in Meter über dem Meeresspiegel (m.ü.M). Teilweise kann der Ortsname von Ortsschildern abweichen. In den unterschiedlichen Provinzen ist manchmal der Ortsnamen in baskisch oder galizisch angegeben.


3. Herberge:

Der Name der Herberge ist in spanischer Schreibweise angegeben. Wenn der Name zu lang ist, werden einige Herbergsnamen mit Adp. abgekürzt (Albergue de peregrino). Es gibt verschiedene Herbergstypen: 1. "Albergue Prinzipal" (Städtische Pilgerherberge), 2. "Albergue de la provinzia" oder in Galizien "Albergue de la Xunta" (Herbergen die durch die Provinzen unterhalten werden), 3. "Albergue de la iglesia" oder "Albergue de + 'Namen eines Heiligen'" (Kirchlich organisierte Pilgerherbergen), 4. "Albergue + 'Namen'" (private Pilgerherbergen), 5. Sonderformen wie Jugendherbergen, private Appartements, Hostals, Casas rurales (Landhäuser, Landgasthöfe), Pensionen, Hotels.

Durch einen Klick auf den Namen der Herberge öffnet sich die Webpage der Unterkunft mit allen Details zur Herberge. Die Zeitdauer bis die Seite geöffnet wird ist unterschiedlich lang. Teilweise liegen die Webseiten auf etwas langsameren Servern als wir es gewohnt sind.


4. Provinz:

Der Wechsel einzelner Provinzen in Spanien wird beim Übergang von einer Ortschaft zur nächsten angegeben. Der Jakobsweg führt durch die Provinzen Navarra, Rioja, Burgos, Palencia, Leon, Lugo, A Coruña.


5. Reservierung:

Hier wird angegeben, ob die betreffende Unterkunft reservierbar ist. Es gab in den letzten Jahren erhebliche Veränderungen was die Reservierungsmöglichkeiten anbelangt. Viele private Herbergen bieten eine telefonische oder eine Reservierung per e-mail an. Einige zusätzlich auf ihren eigenen Homepages und wieder andere per booking.com. Dort wo es prinzipiell eine Reservierungsmöglichkeit gibt, ist dies mit einem "R" gekennzeichnet.


6. Buchung:

Viele Unterkünfte bieten inzwischen auch eine bequeme Vorrausbuchung über Booking.com an. Dies hat den enormen Vorteil, dass du meist bis 3 Tage vorher noch kostenlos stornieren kannst. So kannst du weite Teile deines Weges vorab planen und buchen, mit der Möglichkeit ev. ab einer bestimmten Strecke auch zweigleisig zu buchen. 

Durch Klick auf das blaue "Booking-Feld" kommst du direkt auf die entsprechende Unterkunft bei Booking.com. Du brauchst nur noch den entsprechenden Zeitraum eingeben. Hierbei handelt es sich um einen Affilate-Link, d.h. ich bekomme bei Buchung eine kleine Provision ohne dass sich der Preis für dich ändert. 


7. Benotung:

Die offizielle Benotung aus den Kundenbewertungen von Booking.com, wobei die Note 10 die maximal theoretisch zu erreichende Note ist.


8. zur Website:

Bei den Übergängen zu neuen Provinzen ist ein Link, der direkt auf meine Homepage jakobsweg-lebensweg.de führt. Sollest du unterwegs oder bei deiner Planung Hilfe benötigen, kannst du mich unter Kontakt per mail erreichen.


9. Telefonnummer:

Die Telefonnummer der jeweiligen Pilgerherberge. In Frankreich mit der Vorwahl (0033) in Spanien mit der Vorwahl (0034). Die Vorwahl bitte immer entsprechend vor der angegebenen Nummer tippen. Manche Pilgerherbergen sind nicht durchgängig per Telefon erreichbar. d.h. manchmal benötigst du etwas Geduld oder mußt häufiger über den Tag verteilt anrufen.


10. Telefon-Vorwahl Spanien:

wird zur Erinnerung in der grünen Beschriftungsspalte angegeben.


11. Notizen:

für deine eigenen Kurznotizen gedacht


12. Adresse:

Adresse der Unterkunft, Straßenname und Hausnummer. Je nach Ort oder Provinz gibt es für Straße unterschiedliche Schreibweisen wie z.B. Calle, C., C/, Avenida, Av. In kleineren Ortschaften gibt es teilweise gar keine Hausnummern und in noch kleineren Orten keinen Straßenname. Die Herbergen sind natürlich trotzdem leicht zu finden.


13. Übernachtungspreis:

hier wird der Mindestpreis pro Übernachtung angegeben. Die Preise sind zur Zeit aktuell, ich kann jedoch für Änderungen keine Gewähr übernehmen. In seltenen Fällen kann der Preis in der Hochsaison um 1-2 EUR höher sein. Bei Preisangaben in Pensionen oder Hotels ist dies immer der Preis für eine Person. Bei entsprechender Belegung mit zwei Personen wie z.B. in einem Doppelzimmer wird der Preis pro Person entsprechend geringer. In einigen Ortschaften habe ich auch sehr teure Hotels angegeben, falls jemand mal in einem Luxushotel übernachten möchte.

 


14. Betten:

die maximal angegebene Anzahl an Betten in den Pilgerherbergen


15. Etappen Start-Ziel:

Der Startort sowie der Zielort werden im orangenen Feld angegeben. Teilweise sind dazwischen auch besondere Orte oder Sehenswürdigkeiten.



Zum Schluss:

Du alleine entscheidest wie du die Möglichkeit der Vorrausbuchung durch das Pilgerherbergen Verzeichnis für dich nutzen möchtest.

Hier gibt es kein "richtig" oder "falsch". Manche buchen nur ihren Start- und Zielort, wieder andere nur Teilstücke und die Nächsten den gesamten Weg. Lass dich auf deine eigenes Gefühl ein und gehe deinen eigenen Weg.


Zu deiner Vertiefung und Vorbereitung 

kannst du deine kostenlose Etappenplanung und

deinen Umsetzungsplan downloaden, 

sowie das 

"kostenlose Pilgerherbergen Verzeichnis"

Klicke jetzt auf den grünen Button, um das kostenlose Unterkunftsverzeichnis im Buen-Camino-Club downzuloaden:

Motivation

Was tun, wenn ich unterwegs keine Motivation mehr habe?

Wie ich mich selbst wirkungsvoll motivieren kann

Es gibt unterwegs Tage, an denen du an deine Grenzen stößt, kaputt bist und nicht mehr weiter willst oder nicht mehr weiter kannst. Manchmal fällt es dir schwer dich aufzuraffen und dich zu motivieren. Deine Motivation ist am Boden und du weißt nicht, ob du das schaffen wirst. Das sind oft auch die Momente, in denen du dich frägst, wozu mache ich das eigentlich?

Zum Glück gibt es dafür einige gute Methoden die du nutzen kannst, um dich wieder aufzumuntern.

 

aus dem Inhalt:

  1. Finde heraus was dich motiviert
  2. Das große Ziel im Auge behalten
  3. Motiviere dich durch Visualisierung
  4. positive „Anker“ setzen
  5. Belohne dich selbst
  6. Stell dir vor, wie weit du schon gekommen bist
  7. Wenn alles nichts hilft

 

 

1. Finde heraus was dich motiviert

Jeder Mensch erlebt Motivation durch andere Dinge. Finde speziell heraus, was dich persönlich antreibt und dich am besten motivieren kann. Oft sind das auch Kleinigkeiten, mit denen du dich schnell etwas besser fühlen wirst. Wenn du weißt was dich motiviert, kannst du deinen Tagesablauf auch danach ausrichten. Nutze das um dir selbst motivierende Momente zu schenken.

Es gibt viele Möglichkeiten die du ausprobieren kannst: Das kann z.B. ein Innehalten in der Natur sein oder eine kurze Pause in einer kleinen Kirche. Bewußt jedem Menschen denen du begegnest ein fröhliches Lächeln schenken und jedem Mitpilger ein herzliches „buen Camino“. Oder vielleicht einfach Mittags eine kleine Siesta etwas abseits des Weges halten. Wieder Anderen tut es gut, ein Stück des Weges alleine zu laufen, während der Nächste in solchen Momenten eher eine Gruppe braucht.

 

das sagen Pilger:

„Ich lenk mich dann durch eine Art Mantra ab, indem ich mir im Gehrythmus „pense pas“ – denk nicht – vorsage. Mir hilft das unglaublich gut. Ich erinnere mich dann an all die ungezählten Stunden, die ich mit diesem „pense pas“ stur vor mich hingestapft bin, bekomme gute Laune und kann beschwingt ohne zweifelnde Fragen den Weg weitergehen.“

„Manchmal gönn ich mir auch ein neues T-Shirt oder so, oder geh in eine Parfümerie und teste alle Probenfläschen durch, der Muff kriegt ne große Ladung Chanel ab, das hält eine Weile und ich kann ab und zu dran schuppern. Da fühl ich mich auch etwas besser.“

 

 

2. Das große Ziel im Auge behalten

Erinnere dich an dein „Wozu“, an deinen Grund und an deinen Auslöser warum du dich auf den Weg gemacht hast. Dieser eine Moment, an dem du plötzlich beschlossen hattest eines Tages den Jakobsweg zu gehen. Erinnerst du dich noch daran? An deine Entscheidung dich auf den Weg zu begeben und was dies für dich bedeutet? Wieviel Zeit du für deine Vorbereitung genommen hast und wie groß deine Vorfreude und deine Ängste vor dem Unbekannten waren?

 

das sagen Pilger:

„jetzt reichts! Jeden Tag früh aufstehen, in einer muffigen Pilgerherberge im Stockbett schlafen – bin kaum vom Bett runter gekommen – Warum das alles? ab ins nächste Hotel und dann nach Hause! – Stopp, da war doch was? – wollte ich nicht Einfachheit erleben, ohne Zwänge ein paar Wochen in mich hineingehören? – Stimmt, also auf gehts, ich will das in vollen Zügen aufnehmen.“

 

 

 

3. Motiviere dich durch Visualisierung

„Du mußt schon da sein, bevor du angekommen bist“

Stelle dir in Gedanken vor, wie du deine Etappe mit Begeisterung und Freude angehst. Wie es sein wird, wenn du an deinem Ziel angekommen bist. z.B. Stelle dir vor wie es sein wird, schon in Santiago angekommen zu sein. Wie fühlt sich das an, welche Freude wirst du empfinden, was wirst du riechen, sehen, schmecken, als erstes tun? Male dir das in bunten Farben und Bildern und im Detail aus. Stelle dir das Gefühl mit all deinen Sinnen vor. Deine Motivation wird dadurch steigen.

 

das sagen Pilger:

„Ich stellte mir vor, wie es wäre/sein wird, in Santiago anzukommen, vor der Kathedrale zu stehen und vor Glück und Dankbarkeit einfach loszuheulen!“

 

 

4. Positive „Anker“ setzen

Oft beginnen unsere Selbstzweifel mit den eigenen Gedanken „das schaffe ich nicht“, „die Strecke ist viel zu weit“, „ich habe keine Lust mehr“. Tausche deine alten negativen Informationen gegen neue positive Gedanken. Entscheidend für die Effektivität ist hierbei deine Wortwahl. Dabei geht es auch darum, realistische positive Glaubenssätze zu formulieren.

z.B.: “ gestern habe ich meine Etappe auch geschafft“, „Schritt für Schritt komme ich dem Ziel näher“, „das ist o.k. Ich mache jetzt eine Pause, danach gehe ich gestärkt weiter“

Je mehr du dich bemühst in dem was du erlebst das Positive zu sehen, desto leichter wird es dir fallen auch schwierigere Tage zu meistern.

 

das sagen Pilger:

“ den Berg schaffe ich nie hoch, völlig unmöglich, ich bin jetzt schon platt. – Dann überholte mich ein anderer Pilger mit einem Lächeln. Das war so anspornend für mich, dass ich dachte, das mache ich genauso. Ich lächelte und ging Schritt für Schritt den steilen Weg bergauf.

 

 

5. Belohne dich selbst

Verspreche dir eine Belohnung für dein Tagesziel und deine Etappe bevor du morgens losläufst. Das steigert deine Motivation. Schreibe dir deine Belohnung auf und löse dein Versprechen am Abend ein. Das kann z.B. ein schönes Abendessen sein, ausführlich Tagebuch schreiben oder anderes.

 

das sagen Pilger:

„Manchmal greife ich zu Aufputschern – also Kaffee, Erfahrungsgemäß bringt eine Tasse bei mir einen Mindestmotivation von 5 km.“

 

„Einmal bin ich in ein Hostel gezogen, ich hatte so „Sehnsucht“ nach einer Dusche für mich allein und einem flauschigen Handtuch. Hat geholfen.“

 

 

6. Stell dir vor, wie weit du schon gekommen bist

Stelle dir vor, wie weit dich deine Motivation und dein Mut schon geführt hat. Du hast schon viel erlebt. Oft helfen dir die Menschen des Caminos weiter. Die meisten Einheimischen und Mitpilger haben ein gutes Gespür dafür was dir gut tut und muntern dich gerne auf, wenn es bei dir mal nicht so gut läuft.

 

das sagen Pilger:

„Da kam ein ganz netter Mitpilger, hakte mich unter, schleppte mich erst einmal zur nächsten Bar, tränkte mich mit Kaffee und blieb den ganzen Rest des Tages bei mir, damit ich auch ja nicht abhaue. Ich musste mir viel Mühe geben, dass er mich in Zubiri nicht ans Bett gefesselt hat.“

 

“ Es gibt Momente, da siehst du den vor dir liegenden Weg ganz klar. Und es gibt Momente, da erkennst du kaum die nächste Kurve. Und immer gilt: gehe einfach den nächsten Schritt.“

 

 

7. Wenn alles nichts hilft

Wenn dich keiner der Tipps motivieren kann, dann lege einen Tag Pause ein und lasse es dir gut gehen soweit dies möglich ist. Niemand zwingt dich den Jakobsweg zu gehen. An solchen Tagen, an denen du einfach keine Lust und Kraft mehr hast, lass einfach mal die Seele und die Beine baumeln.

 

das sagen Pilger:

„Entbehrung, Anstrengung und etwas Wehtun: ja. Länger anhaltende und in der Bewegung stark einschränkende Schmerzen: Nein“

 

 

Zum Schluss:

Es ist nicht wichtig, daß du jeden dieser Tipps anwendest. Jeder Mensch ist einzigartig. So kann einer der Punkte für dich genau die richtige Motivation sein und wieder andere Punkte sprechen dich gar nicht an. Deswegen finde heraus, was dich ganz persönlich am meisten motiviert und was nicht. Dann kannst du dieses Wissen auch ganz gezielt auf deinem Weg anwenden.

 


Zu deiner Vertiefung und Vorbereitung

kannst du das kostenlose Arbeitsblatt im Buen-Camino-Club downloaden

„Wie ich mich selbst wirkungsvoll motivieren kann“

jetzt zum Download

schnell und einfach den Jakobsweg beginnen

wie du schnell und einfach beginnst

Wie du schnell und einfach deinen Jakobsweg beginnst 

Als ich das erste mal den Plan hatte den Jakobsweg zu laufen, war ich voller Vorfreude. Es war eine geniale Idee etwas ganz anderes zu tun. 800 Km zu laufen ohne großartig darüber nachzudenken. Schnell und einfach. Je mehr ich mich jedoch mit den Details zu beschäftigen begann, desto unsicherer wurde ich plötzlich.

Meine ursprüngliche Vorfreude gepaart mit Ahnungslosigkeit wurde ersetzt durch lähmende Unsicherheit. Ich kann mich noch gut an meine beginnenden Zweifel erinnern. Ich war kurz davor, alles wieder in Frage zu stellen und abzubrechen. Das ist eine Nummer zu groß für mich, vielleicht noch besser vorbereiten, besser vortrainieren und lieber auf das nächste Jahr verschieben. Dafür möchte ich dir auch meinen kostenlosen Vorbereitungskurs anbieten.

Wie du diese Endlosschleife gleich überspringen und sofort deinen Rucksack packen kannst und startklar bist, wirst du im folgenden Artikel erfahren.

 

Die häufigsten Ausreden den Weg doch nicht zu laufen:

  1. Mir fehlt der innere Antrieb
  2. Ich weiß nicht wie ich das alles organisieren soll
  3. Ich habe nicht so viel Urlaub am Stück
  4. Das schaffe ich nie, ich bin zu untrainiert
  5. Ich trau mich nicht allein
  6. Vielleicht besser nächstes Jahr

 

 

Ich überwinde meine Bequemlichkeit

Überliste deine Trägheit und deinen inneren Schweinehund. Setze dir ganz konkrete Ziele. Stell dir einen Plan auf, der die notwendigen Teilschritte beinhaltet und für dich durchführbar ist. Achte darauf, dass dich jeder Tag einen kleinen Schritt weiterbringt.

Ich wurde vor Beginn meiner Reise gefragt „Wie kommst du nach Santiago?“ – mir fiel keine bessere Antwort ein als “ Schritt für Schritt“- ich wußte ja selbst nicht wie ich dort hinkommen würde. Jede große Reise beginnt mit dem ersten Schritt.

Am Anfang steht oft der Wunsch und die Sehnsucht den Jakobsweg auch einmal laufen zu wollen. Die ersten kleinen Gedanken kommen oft durch Kontakte zu Personen die vom Jakobsweg schwärmen und voller Begeisterung sind. Auch ein Zeitungsartikel oder ein Vortragsbesuch können die ersten Auslöser sein. Fast jeder kennt jemand der den Jakobsweg schon einmal gelaufen ist. Überleg einmal:

 

Wen kennst du, der den Weg schon einmal gelaufen ist?

 

Begib dich in dein Abenteuerland, lass deine Neugierde aufleben, sei wie eine Katze: Bequem UND neugierig auf Abenteuer. Die Reise beginnt mit dem ersten Gedanken daran, den Weg laufen zu wollen.

Genau deswegen hast du die Möglichkeit deinem Herzen zu folgen und kannst einfach loslaufen, du hast eine innere Sehnsucht die dir deinen eigenen Wunsch schon gezeigt hat. Du kannst dankbar sein dafür dass du diese Einladung den Jakobsweg zu laufen geschenkt bekommen hast.

 

Trau dich: Schreib deinen Plan zur Umsetzung deines Jakobsweges

 

 

Ich organisiere meine Vorbereitung mit Gelassenheit

Wie kann ich das alles organisieren? Ich darf ja nichts vergessen! Kennst du das?

Als ich das letzte mal beim Einkaufen war hab ich tatsächlich wieder etwas vergessen einzukaufen. Manchmal ärgere ich mich dann, manchmal schmunzle ich darüber. Wenn ich etwas vergesse, dann kauf ich es halt am nächsten Tag.

So ist das auf dem Jakobsweg auch. Solltest du etwas vergessen haben kannst du jederzeit unterwegs einkaufen gehen. – Und falls du zuviel dabei hast, kannst du das überflüssige an jemand anderen verschenken, oder dir nach hause zurücksenden. Zur Vorbereitung ist nur eine minimale Organisation nötig. Hierzu zählen deine Wanderschuhe und dein Rucksack – der Rest ist variabel. Gehe mit heiterer Gelassenheit deine Organisation an.

All zuviel mußt du sowieso nicht einpacken, du brauchst vieles schlicht und einfach nicht. Was du auf deinem Camino brauchst, wirst du auch dort bekommen, schnell und einfach. Es gibt überall hilfreiche Menschen die gerne helfen wenn sie um etwas gebeten werden. Der Camino hält für dich immer alles bereit. Dein Leben stimmt dich auf dem Jakobsweg auf einen sehr einfachen Tagesablauf ein. Laufen, Essen, Trinken, Schlafen. Mehr nicht. Das reicht. Und fühlt sich richtig befreiend an.

 

Trau dich: Besorge deinen Rucksack und deine Wanderschuhe und stelle sie in deiner Wohnung auf!

 

 

Hurra, mein Urlaub ist genehmigt!

Soll ich für den Jakobsweg meinen ganzen Jahresurlaub „opfern“? Muß ich dann den Rest des Jahres durcharbeiten? – Ja – und das lohnt sich! Es wird der beste Urlaub deines Lebens! Du wirst dich noch Jahre später gerne daran zurück erinnern. Du kannst dich glücklich schätzen, wenn du deinen Urlaub am Stück nehmen kannst. Und falls nicht, dann läufst du dieses Jahr 2 Wochen und nächstes Jahr setzt du deinen Weg dort fort wo du aufgehört hast.

Oder frage deinen Arbeitgeber ob du dafür unbezahlten zusätzlichen Urlaub nehmen kannst. – Fragen schadet nicht, vielleicht findet er deine Idee klasse und will dich dabei unterstützen. (Weil er diesen Wunsch auch schon heimlich hatte?)

 

Trau dich: Reiche deinen Urlaubsantrag ein!

 

 

Der Weg ist mein Fitnesstrainer

Mag sein, dass du im Moment sportlich nicht in deiner Bestform bist. Du das letzte mal vor ein paar Monaten einen kleinen Spaziergang gemacht hast und dein Körper schon einmal mit durchtrainierteren Muskeln glänzte. Vielleicht bist du der Meinung das schaffe ich nie!

Ich war das erstmal nicht gerade durchtrainiert und habe gleich eines der größten Fehler zu Anfang meines Wegs gemacht- zuviel Kilometer in den ersten Tagen.

Bei diesem Thema kannst du beruhigt sein. Es gibt kaum einen Pilger der im Vorfeld seiner Pilgerreise so viel Zeit hat, dass er den Tagesrhythmus einer Pilgerschaft ausreichend vorher eintrainieren kann.

Ja, wenn du die Möglichkeit hast und es dir Spass macht, dann laufe zuhause an den Wochenenden mit deinem Rucksack zur Probe ob alles sitzt und damit du die ersten Eindrücke gewinnen kannst. Vielleicht sogar auf heimischen Jakobswegen? Wenn dir das nicht möglich ist dann lautet die Alternative:

Du kannst das Training schnell und einfach direkt auf dem Jakobsweg beginnen. Dein bester Fitness-Coach ist der Weg selbst, der Weg trainiert dich. Das Wichtigste dabei ist aus meiner Erfahrung langsam zu beginnen und die ersten Tage in kleinen Etappen planen.

Am ersten Tag nicht mehr als 10Km, am 2.Tag nicht mehr als 15Km und am 3.Tag nicht mehr als 18Km. Danach bist du eingelaufen und kannst auf deinen Körper hören wie weit dich die Füße tragen. Dein Ehrgeiz möchte übrigens in der Regel immer mehr laufen als dir dienlich ist.

Und noch etwas wichtiges: Orientiere dich nicht an Anderen. Finde deinen eigenen Laufrhythmus. Und wenn du in einer Gruppe laufen möchtest, sollte immer der Schwächste das Tempo angeben. Und zur Beruhigung: Die meisten Pilger triffst du abends wieder in der Herberge.

 

Trau dich: Bestelle deinen Pilgerausweis online und positioniere ihn dort, wo du ihn täglich sehen kannst, bestelle dir eine Jakobsmuschel und hänge sie an deinen Rucksack

 

schnell und einfach Jakobsweg2

 

Ich traue mich alleine zu gehen

Eines der häufigsten Unsicherheiten ist die Vorstellung alleine zu laufen. „Mir wäre es lieber, wenn jemand mit ginge“. Hier kann ich dich wirklich beruhigen. Wenn du einen Wegbegleiter brauchst, wirst du ihn immer schnell und einfach finden. Du wirst Tage erleben, an denen du deine innere Ruhe haben möchtest und mit dir alleine unterwegs sein möchtest. Dann wird es auch Momente geben, in denen es dir gut tut einen Weggefährten zu haben.

Egal wie dein Tag verläuft, spätestens abends in den Herbergen triffst du wieder deine Pilgerfamilie. Mit den Pilgern kannst du dich abends austauschen und morgens einen Teil des Weges gemeinsam gehen wenn du möchtest. Wenn du lieber alleine laufen möchtest ist das auch in Ordnung. Mach es so wie es für dich im Moment passend ist. Der Weg bietet dir die Möglichkeit zu dir selbst zu finden und deinen Gedanken freien Lauf zu lassen.

 

Trau dich: Lege ein Notizbüchlein für deine Gedanken des Weges in deinen Rucksack

 

Ich laufe den Weg jetzt, dieses Jahr! 

Das Aufschieben ins nächste Jahr dient nur der kurzfristigen Beruhigung. Deine Sehnsucht wird wieder kommen. Und zwar jedesmal stärker und stärker! Im Frühling wirst du sagen, das ist mir zu regnerisch, im Sommer ist es dir zu heiß, im Herbst zu windig und im Winter zu kalt.

Schnell und einfach tun! – Hast du als Kind an Ostern lange gezögert, deinen Schokoladenhasen oder die Tafel Schokolade zu öffnen und beginnen zu essen ? Hast du dir erst die Frage gestellt ob du morgen oder erst nächste Woche ein Stückchen davon essen sollst? Ob das Wetter gut dafür ist? Lieber genau einteilen, kein Stückchen zuviel? Gut planen?

Sicher nicht- zumindest die meisten haben gleich ohne nachzudenken die Süßigkeiten gegessen!

Genauso kannst du es beim Jakobsweg auch tun, einfach loslegen ohne viel zu überlegen, sei wieder ein Kind! – Flug oder Zug buchen nach Spanien- Rucksack packen ohne viel zu denken und los gehts.

trau dich: buche deinen Flug!

Die häufigsten 40 Fragen zur Vorbereitung schnell und einfach beantwortet, können dir einen weiteren Eindruck vermitteln.

Zum Schluss:

Jeder Mensch ist einzigartig. So kann eines der Punkte für dich genau richtig sein und wieder andere Punkte sprechen dich gar nicht an. Deswegen finde heraus, was für dich ganz persönlich das Beste ist, wie du schnell und einfach deinen Jakobsweg beginnst.


Jakobsweg gehen Online Kurs


 

Zu deiner Vertiefung und Vorbereitung 

kannst du die kostenlose Arbeitsblätter im Buen-Camino-Club downloaden

„Wie du schnell und einfach deinen Jakobsweg beginnst“


schreibe einen Kommentar, lass uns von deinen Tipps lernen:

Wie würdest du deinen Weg schnell und einfach beginnen?


 

Jakobsweg mit Kindern

„Buen Camino“: Jakobsweg mit Kindern

Mit Kindern auf dem Jakobsweg

Den Jakobsweg mit Kindern zu laufen ist eine einmalige Erfahrung. Wir hatten Zeit für Emotionen und einen großen Zusammenhalt. Viele interessante Gespräche mit unseren Kindern. Viele einzigartige kleine und große Erlebnisse.

Meine Tochter hat mir morgens beim Laufen Löcher in den Bauch gefragt. Ich fand es klasse wie sie sich für mich und meinen Beruf interessiert hat. Sie wollte alles wissen, bis in die kleinste Kleinigkeit. Ich erfuhr so vieles über die Schule und über ihre Lehrer. Wann hatten wir schon einmal so viel Zeit um uns zu unterhalten?

 

aus dem Inhalt:

 1. Gibt es eine gute Zeiteinteilung?
 2. Interessante Menschen, tolle Begegnungen
 3. Wundervolle Landschaften
 4. Ergreifende Momente
 5. Viel Zeit zum Nachdenken
 6. Wann ist der richtige Zeitpunkt mit Kindern zu laufen?
 7. Jakobsweg mit Kleinkindern
 8. Kinder haben ihren eigenen Weg
 9. Den Jakobsweg mit Kindern planen
10. Wie alt sollten die Kinder sein?
11. Gibt es eine Empfehlung für die Etappenplanung?
12. Wie bereite ich die Kinder auf den Camino vor?
13. Wie die Kinder motivieren?
14. Fazit

 

 

1. Gibt es eine gute Zeiteinteilung ?

Du stehst morgens auf und jeder Tag bringt neue Überraschungen. Für alle Erwachsene: Eine Zeiteinteilung wann du loslaufen willst, um wieviel Uhr du an einem bestimmten Ort sein willst? – vergiß es! Mit Kindern hat der Weg seine eigene Zeiteinteilung. Zeit ist nicht wichtig.

Aber ich muss doch rechtzeitig in der Pilgerherberge ankommen ? ja, und nein. Alternativen zum übernachten gibt es viele. In manchen privaten Herbergen ist es durchaus möglich telefonisch vorzureservieren. In einigen Herbergen habe ich schon von zuhause aus reserviert. Sogar Hotels und Pensionen freuen sich über kurzfristige telefonische Buchungen.

 

2. Interessante Menschen, tolle Begegnungen

Unser Hotelwirt hatte uns eine kleine Bar empfohlen. Hier könnten wir gut Abendessen. Zwar nicht die allerschönste aber sehr herzlich mit ein paar Tischen in der Gasse. Das Murren unserer Kinder war etwas größer geworden, warum ausgerechnet hier Essen ?

Dann kamen die ersten Pilger an die Nachbartische. Als sich am Nachbartisch immer mehr Pilger hinsetzten, kamen wir mit ihnen ins Gespräch und es wurde ein richtig schöner, ja magischer Abend. Aus halb Europa saßen die unterschiedlichsten Menschen an einem Tisch zusammen. Von Polen, Italien, Deutschland über Spanien bis Irland.

Ein sympathischer Musiker aus Irland erzählte von seinen Konzerten der Irischen Folkloremusik.

Neugierig fragten sie unsere Kinder, wie es für sie sei, den Jakobsweg zu laufen. Es war wunderschön zu sehen, wie eine Kommunikation miteinander in fremder Sprache zustande kam.

Unser Sohn meinte dann plötzlich, vielleicht läuft er den Weg nach dem Abi nochmal. Die vielen Gruppen die sich immer wieder neu bilden, und alle haben Spaß …. das ist echt cool ! Englisch in der Schule lernen ist halt doch nützlich !

 

3. Wundervolle Landschaften

Es ist beeindruckend auch mal am frühen morgen loszulaufen, während die Sonne beginnt die Felder in ein wunderbares goldenes Licht einzutauchen. Das sind die Momente, in denen du die Natur in all seiner Schönheit mit der gesamten Familie erfahren kannst.

Jakobsweg mit Kindern, Schatten am morgen

4. Ergreifende Momente

Es war für mich schon etwas sehr ergreifendes nach so vielen Jahren wieder in San Juan de Ortega an zu kommen. An den Ort, wo ich damals eine besondere magische Nacht im Schuppenkeller mit Pfarrer Jose Maria und 7 weiteren Pilgern verbracht hatte.

Der Schuppen hat mich auch gleich angezogen – Durchgang verboten – stand auf einem Schild. Die Zeit hatte an dem baufälligen Gebäude arg genagt. Dennoch war der verschlossene Eingang leicht zu finden. es kam mir plötzlich vor, den Geruch von damals, der berühmten Knoblausuppe von Jose Maria, zu riechen als wäre es erst gestern gewesen.

Man kann solche magischen Momente seines Lebens an besonderen Orten nicht wiederholen – dessen war ich mir bewußt – Trotzdem bleibt eine wunderbare Erinnerung !

 

5. Viel Zeit zum Nachdenken

Am Morgen beim Loslaufen haben wir uns gefragt, wieso wir das eigentlich tun ! Jeden Tag früh aufstehen, in einer muffigen Pilgerherberge im Stockbett schlafen – bin kaum vom Bett runter gekommen…

Es hat jedoch auch etwas Gutes. Der Weg kann unseren Kindern helfen zu erkennen und spüren, dass man Schritt für Schritt alles und vieles erreichen kann –  jedes Ziel und ist es auch noch so hoch oder weit. Vielleicht ist das eines der Geheimnisse des Weges und der Erkenntnis.

 

6. Wann ist der richtige Zeitpunkt den Jakobsweg mit Kindern zu laufen?

Ich glaube jeder Zeitpunkt und fast jedes Alter kann richtig sein zu beginnen. Das Wichtigste für mich ist, die Familie als Gemeinschaft erlebbar zu machen. Die Kinder zu motivieren und sensibel darauf achten wann Grenzen sichtbar werden. Wir haben nie ein Tagesziel festgelegt sondern immer darauf geachtet, dass Tempo und Erträglichkeit vom Kleinsten/Schwächsten bestimmt wird.

 

 7. Jakobsweg mit Kleinkindern

Wir haben schon sehr früh mit 3-5 Jahren angefangen mit „Wandertagen“. Die Kinder haben die Natur lieben gelernt. Im Alter von 4-6 Jahren waren wir immer wieder in den Bergen und auf heimischen Jakobswegen. Die Kinder trugen ihr eigenes Rucksäckchen. Als unsere Kinder 8 und 10 Jahre waren sind wir den Pfälzer Jakobsweg gemeinsam als Familie gelaufen.

 

In Spanien haben wir Familien getroffen, die mit Kinderwagen den Jakobsweg mit Kindern gelaufen sind. Das erfordert natürlich schon eine andere Sensibilität. Sie sind nicht den kompletten Weg gelaufen, jedoch schon zwei Wochen unterwegs gewesen.

Wer das für sich planen möchte, sollte nicht unbedingt im Hochsommer oder bei Extrem-Temperaturen laufen. Auch die Tageszeit ist dabei zu beachten. Keine all zu große Angst vor Pilgerherbergen bei Kleinkindern, sie werden oft herzlich empfangen. Natürlich spielt bei vielen die Angst mit, was wenn das Kleinkind schreit? Sollte das zu oft vorkommen, gibt es immer noch die Möglichkeit in kleinen Pensionen zu übernachten.

Flaschenmilch, Windeln und Versorgung für medizinische Notfälle gehören auch zum Reisegepäck und sind in den wenigsten Packlisten aufgelistet.

Wer als Familie gemeinsam den Jakobsweg mit Kindern laufen möchte, darf sich auch auf neugierige Fragen von Mitpilgern einstellen. Vielleicht wird auch manchmal Unverständnis dabei sein. Wie sollte das auch jemand verstehen, der selbst keine Kinder hat, oder so etwas nie mit seinen Kindern tun würde?

 

8. Kinder haben ihren eigenen Weg

Kinder haben ihren eigenen Laufrhythmus. Sie sind das Spielen gewohnt und lieben die Ablenkung entlang des Weges. Kinder wollen ihren eigenen Pilgerstab finden. Sie laufen in jeden Busch und jede Waldlichtung um ihren magischen Pilgerstab selbst zu finden. „Der Pilgerstock findet mich“.

Sie bleiben unvermittelt stehen, bestaunen etwas oder haben in ihrer Neugierde wieder etwas neues entdeckt. Und vor allem dann, wenn es der Kieselstein in „Herzform“ ist. Als Eltern ist das eine gute Lernlektion in geduldig sein. Wir haben ja Zeit. Nichts läuft uns davon, nicht das nächste Dorf und auch nicht die nächste Herberge.

Jakobsweg mit Kindern: Kieselstein in Herzform

 

Die ersten Vorbereitungen für den Jakobsweg mit Kindern in Spanien war die Auswahl der Route. Sie sollte vor allem eine hohe Flexibilität beinhalten. Hierfür war für uns der Camino Frances bestens geeignet. Wir sind dann in den Sommer-Ferien mit den inzwischen 13/15 Jährigen als Teenager ab Pamplona in Spanien gelaufen.

 

Wo Ihr übernachten könnt: Tipps für die Übernachtungen

 

9. Den Jakobsweg mit Kindern planen

Du möchtest den Jakobsweg mit Kindern planen? Du weißt nicht, ob die Kinder sich auf dieses tolle Abenteuer einlassen können? Dann nutze diese Tipps für deine Familie:

Es ist so, dass der Camino auch perfekt an die Bedürfnisse der Kinder angepasst werden kann. Solange du die Reise behutsam planst und einige wichtige Dinge berücksichtigst.

Den Wunsch und die Entscheidung den Jakobsweg mit Kindern zu laufen ist etwas ganz besonderes für eine Familie. Es ist ein Schritt der gemeinsamen Freude, etwas Bedeutendes und Großes zu tun, etwas Tiefes und Vertrautes für die Familie zu erleben. Ihr werdet euch noch lange Zeit danach an euren gemeinsamen Jakobsweg erinnern.

Je nach Alter der Kinder kannst du unterschiedliche Dinge beachten. Was du bei der körperlichen Vorbereitung beachten kannst und die beste Möglichkeit, die Kinder mit dieser Reise zu begeistern erfährst du hier:

Es ist klar, dass der Weg keine leichte Aufgabe ist. Dennoch kann der Schwierigkeitsgrad und die Härte des Weges an jede Person angepasst werden.

Das wichtigste Kriterium auf das du achten solltest während der Durchführung des Caminos ist, sich an die Kräfte, Stimmung und Energie der Kinder anzupassen.

 

10. Wie alt sollten die Kinder sein?

Eine offizielle Empfehlung gibt es nicht. Kinder die längere Spaziergänge kennen gelernt haben, sollten in der Regel über 3 Jahre alt sein. Für Kleinst- und Kleinkinder ist ein Kinderwagen zu empfehlen, damit die Kinder sich ausruhen können wenn sie müde oder schläfrig sind. Ab 6-7 Jahren können die Kinder in langsamer Geschwindigkeit schon mehrere Kilometer zurücklegen.

Quelle: ECEF ElCaminoEnFamilia

 

11. Gibt es eine Empfehlung für die Etappenplanung?

Die Etappenlänge sollte an das Alter der Kinder angepasst sein, jedoch nicht mehr als 15 bis maximal 20 Km. Für Kinder im Alter zwischen 7-12 Jahren gibt es folgende Möglichkeiten:

Kurze Etappen und viele Pausen. Vor allem die ersten Tage auf dem Jakobsweg mit Kindern solltest du ausgiebig Pausen einplanen. Spätestens nach jeder Stunde sind 10-15 Minuten Pause angebracht. Ausruhen und vor allem viel trinken. Es empfiehlt sich, energiespendende Lebensmittel wie Säfte, Müsliriegel, frisches Obst, Nüsse oder etwas anderes Süßes in den Pausen zu essen.

Nur am Vormittag pilgern. Es ist sehr wichtig, dass du nur am Vormittag mit den Kindern auf dem Jakobsweg läufst. Die heißen Mittagsstunden unbedingt vermeiden oder noch besser, bereits an deinem Zielort angekommen sein. Am Nachmittag kannst du eine lange Mittagspause einplanen, Siesta halten oder einfach nur durch das Dorf bummeln und mit den Kindern spielen.

Der Camino Frances ist optimal für die Jakobsweg Route mit Kindern. Warum? Weil er am besten ausgeschildert ist und gut frequentiert. Die Dörfer und Städte haben ein sehr gut ausgebautes Pilgerherbergennetz. Jede 3-5 Kilometer gibt es im Durchschnitt eine Herberge. So bleibt eine große Flexibilität was die Tageskilometer anbelangt erhalten.

Das Ziel Santiago ist besonders spannend für Kinder. Wenn es dir möglich ist die letzten 100 Kilometer zu laufen, dann haben die Kinder ein Ziel. Die Spannung und Motivation steigt, die Kinder werden mit jedem Kilometer aufgeregter.

Auch in Pamplona zu beginnen und NICHT in Santiago anzukommen kann vorteilhaft sein. So hast du die Möglichkeit in einem Folgejahr den Weg mit den Kindern weiter zu laufen.

 

12. Wie bereite ich die Kinder auf den Camino vor?

Wie die Erwachsenen sollten sich auch die Kinder auf eine längere Wegstrecke auf dem Jakobsweg vorbereiten. Folgende Empfehlungen kann ich geben:

Zwei Monate vor der Reise ist es ratsam, kurze Ausflüge und kleinere Wanderungen auf ähnlichen Wegen auf heimischen Wegen durchzuführen. Dabei lernen die Kinder spielerisch einen Wanderrhythmus kennen. Bekannte Ausflugsziele für Kinder in der Nähe sind ein guter Einstieg.

Die kurze Ausfüge können dann allmählich länger werden. Auch die Laufzeit und Pausenzeit können variabler gestaltet werden. Auf diese Weise kannst du die Kondition und Motivation der Kinder besser einschätzen lernen. Du lernst ihre Widerstände kennen und kannst dich selbst in Motivation und Geduld üben.

Die Wanderschuhe sollten die Kinder vorab tragen. Wichtig ist, dass die Kinder sich an die Schuhe gewöhnen die sie auf dem Camino anhaben. Auch sollten die Kinder ab einem bestimmten Alter ihren eigenen Rucksack tragen, auch wenn er nur sehr leicht ist und wenig wiegt.

Jakobsweg mit Kindern wandern

 

13. Wie die Kinder motivieren?

Einbeziehen: Beginne die Kinder von Beginn deiner Planung an mit einzubeziehen. Erkläre was der Jakobsweg bedeutet und wie alt er schon ist. Wieviele Menschen bereits den Camino gelaufen sind. Erzähle ihnen von den Wundern über die man sich auf dem Weg erzählt.

Je mehr wir den Kindern von der Erfahrung auf dem Jakobsweg erzählen , desto mehr könnt ihr den Camino als gemeinsames Abenteuer genießen.

Deshalb ist es wichtig das die Erwachsenen alles mit den Kindern teilen, was sie über die Reise wissen.

Die beste Motivation entsteht, wenn die Kinder schon in frühen Jahren an das Laufen und Wandern spielerisch herangeführt werden.

 

14. Fazit:

Mit Kindern den Jakobsweg zu laufen ist eine einmalige Erfahrung. Egal ob in Deutschland oder Spanien. Wir hatten Zeit für Emotionen und einen großen Zusammenhalt. Viele interessante Gespräche mit unseren Kindern. Viele einzigartige kleine und große Erlebnisse.

Oft werde ich gefragt wie das denn überhaupt möglich ist, dass die Kinder das mitmachen. Die Neugierde und das Abenteuer wecken ist eine hohe Anfangsmotivation. Auf diese aufbauend kommen die Geschichten und das Lebendig werden des Weges hinzu. Dann kann es losgehen.

Es war eine einmalige Erfahrung, wir haben unsere Kinder noch einmal neu und von einer ganz anderen Seite Kennenlernen dürfen.

Diese Zeit möchte ich nicht missen – es ist herrlich und so kostbar!

 


Jakobsweg mit Kindern Online Vorbereitungskurs

 


möchtest du auch mit deinem Kind, deinen Kindern den Jakobsweg laufen?

Falls du Fragen hast: Schreibe sie unten in den Kommentar. Ich beantworte sie gerne.

Jakobsweg das wäre schön

das wäre schön zu laufen

das wäre schön, am liebsten den Jakobsweg zu laufen, aber du traust dich nicht ?

Du bist nicht in Form, hast keine Kondition ?

Außerdem, wann soll das gehen ?

Ich habe die Zeit nicht und kann nur in einem bestimmten Monat Urlaub nehmen!

So ähnlich ging es mir auch! Immer wieder eine gekonnte Ausrede um mich nicht aus meiner Bequemlichkeit heraus begeben zu müssen. Schließlich kann ich das auch nicht alleine entscheiden, es handelt sich ja immerhin um unseren Jahresurlaub als Familie. Irgendwann glaubte ich das was ich mir da einredete.

 

wie wir es doch noch geschafft haben

Bis mich der Ehrgeiz gepackt hatte. Wenn nicht jetzt – wann dann ? Unsere Kinder werden immer älter und werden irgendwann gar nicht mehr gemeinsam mit uns in den Urlaub gehen! Ich sagte zu mir, das schaffe ich auf alle Fälle. So alt bin ich noch nicht dass Trägheit einziehen kann in mein Leben. Wenn ich jetzt noch meine Familie begeistern kann, steht nichts mehr im Weg, dann kann es losgehen – gemeinsam mit den Kindern als Familie – und mit den Vorbereitungen.

Behutsam sprach ich immer wieder vom Jakobsweg, vom Abenteuer des „Unterwegs sein“, fremde Städte und Dörfer, interessante Begegnungen auf dem Weg.

 

Jetzt waren alle neugierig geworden.

 

Wir hatten viele Fragen. Und haben uns viele Seiten im Internet angeschaut, mal mit interessanten Informationen mal weniger. Aber es gab keine Seite, die uns wirklich umfassend und auf den Punkt gebracht weiterhelfen konnte. So haben wir uns aufgeteilt und alles zusammengetragen was wir brauchten.

Das Abenteuer begann schon bei der Zusammenstellung unseres Gepäcks und ging weiter zur Anreise und den Übernachtungsmöglichkeiten. Aber dann war es endlich so weit, unser Abflugtag war da.

Juchu !!! Alles verlief ziemlich hektisch, wie immer! Rucksäcke gepackt. Völlig überhastet sind wir aus dem Haus gestürmt um den Zug zu erreichen.

Spät in der Nacht sind wir in Pamplona angekommen – unser Abenteuer konnte beginnen !