Der Camino Frances ist kulturell beeindruckend

Der Camino Frances ist hoch interessant und hat viele Pilger.Camino Frances

Geschichte

der Camino Frances gilt als DER Jakobsweg. Die tausendjährige Pilgerroute hat die mit Abstand älteste Tradition. Seine lange historische Überlieferung ist überall auf dem Weg spürbar und sichtbar. Er ist für viele Pilger kulturell sehr beeindruckend. Seit der Entdeckung des Grabes des heiligen Jakobus im neunten Jahrhundert wurde der Camino zum wichtigsten Pilgerweg des mittelalterlichen Europas.

Der Durchzug unzähliger Pilger diente als Ausgangspunkt für eine wirtschaftliche, künstlerische und soziale Entwicklung entlang des Jakobsweges, dessen Spuren bis heute sichtbar sind. Die landschaftliche Vielfalt ist einzigartig, die historischen Gebäude, Kirchen und Kathedralen sehr gut restauriert und bieten für Kunstfreunde ein großes Repertoire an sehenswerten Bauten.

Der Weg ist sehr gut beschildert und mit einem sehr dichten Netz von Pilgerherbergen ausgestattet. Da er die meist begangene Route ist, gibt es in der Regel keine Versorgungsprobleme. In den Sommermonaten kann die große Zahl der Pilger dazu führen, dass es schwierig ist, ein Bett zu finden.

Dies wiederum bewirkt, dass die Pilger sehr früh aufstehen und sich schnell auf den Weg machen, um als Erste ans nächste Ziel zu kommen um auf diese Weise einen Platz in der Herberge zu finden. Alternativ gibt es die Möglichkeit in privaten Unterkünften oder Hotels zu übernachten.

 

Die Route

Camino Frances Route

Urheber: Hk kng based on Image:AM01-RutaJacobeaFranceses.jpg by User:Almamia2

Der Camino Frances hat in Frankreich seinen Ursprung in Paris-Tours, Vézelay-Limoges und Le Puy-Conques. In Saint-Jean-Pied-de-Port treffen diese Wege zusammen. Der Weg führt über die Pyrenäen nach Roncesvalles in Spanien. Die vierte französische Strecke führt ab Arles-Toulouse über den Bergpass Somport weiter bis nach Jaca, eine Stadt in der spanischen Region Aragon.

Beide Varianten laufen in Puente la Reina (Navarra) zusammen. Von hier aus führt eine einzige Route als „Camino Real“ nach Galicien. Es gibt ab und zu geringfügige Abweichungen in einigen Abschnitten, wie jene, die von Sahagún aus, auf alten römischen Straßen weitergehen. Beginnt man den Pilgerweg in Frankreich, erreicht man in fast einem Monat Santiago. Dafür werden 31 Etappen angesetzt.

 

Die Wegstrecke

Distanz: 783Km, Dauer: ca. 31 Etappen, bzw. 4-5 Wochen

Saint Jean Pied de Port – Roncesvalles (26Km) – Zubiri (22 Km) – Pamplona (20 Km) – ( Somport – Jaca –Eunate) – Puente La Reina (24 Km) – Estella (22 Km) – Torres del Rio (29 Km) – Logroño (20 Km) – Nájera ( 29 Km)– Santo Domingo de la Calzada (21 Km) – Belorado (23 Km) – Agés (27 Km) – Burgos 23 Km) – Hontanas (31 Km) – Boadilla del Camino (29 Km) – Carrion de los Condes ( 25 Km) – Terradillos de los Templarios (27 Km) – El Burgo Ranero (30 Km) – León 37 Km) – San Martin del Camino (26 Km) – Astorga (25Km)– Foncebadón ( 26 Km) – Ponferrada (27 Km)-  Villafranca del Bierzo (24 Km) -O Cebreiro (29 Km) – Triacastela ( 21Km) – Sarria (23 Km) – Portomarín ( 23 Km) – Palas de Rei (25 Km) –Arzúa ( 29 Km) – Pedrouzo ( 20 Km) – Santiago de Compostela (20 Km)

 


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Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit für den Camino Frances ist Anfang April bis Ende Juni sowie nach dem Sommer im September und Oktober.

Im August sind die meisten Pilger unterwegs, vor allem Spanier. September und Oktober eigenen sich ebenfalls gut. ab Ende Oktober sind die Tage kürzer und es kann streckenweise richtig kalt werden. Im Winter sind viele Herbergen geschlossen und in den Höhenlagen kann es zu kräftigen Schneeschauern kommen. Der Weg ist einsam und hält buchstäblich Winterschlaf. Er hat dadurch seinen besonderen Reiz für Extremwanderer.

 

alle weiteren Routen in Spanien

Camino Frances in Etappen

Die einzelnen Etappen des Camino Frances werden kurz beschrieben. Wenn du etwas Zeit hast beschreiben die Kurzvideos den Weg noch einmal eindrucksvoll.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Pablo Guiroy für die Nutzung seiner wunderbaren Videos, die einen schönen Eindruck der einzelnen Etappen vermitteln. 

 

Etappe 1: Camino Frances, Roncesvalles nach Larrasoaña

Diese Etappe ist für viele Pilger die „erste“ Etappe, da der Weg nun zum erstenmal komplett durch Spanien führt. Abseits der großen Strassen geht es durch die dünn besiedelte Landschaft der Pyrenäen. Der erste Teil des Weges ist relativ flach, bevor ein längerer Aufstieg beginnt.

 

Etappe 2: Camino Frances, Larrasoaña nach Pamplona

Diese Etappe führt nach Pamplona, eines der fünf Großstädte die der Pilger bis Santiago durchläuft. Der Weg führt immer wieder entlang des Flusses Arga. Schöne alte Steinbrücken werden überquert. 

 

Etappe 3: Camino Frances, Pamplona nach Puente La Reina

Diese Etappe beginnt an der Zitadelle von Pamplona und geht vorbei an der Universität von Navarra. Die städtische Landschaft weicht Feldern von Getreide und führt hinauf auf die Alto de Perdon. Der Abstieg führt dich nach Obanos. Hier trifft der Weg auf den Camino Aragones.

 

Etappe 4: Camino Frances, Puente La Reina nach Estella

Die Getreidefelder bestimmen weiterhin das Bild. Die ersten Weinberge sind bei Maneru zu sehen. Nach dem Aufstieg beginnt hinter Lorca der Abstieg bis Estella.

 

Etappe 5: Camino Frances, Estella nach Torres del Río

Der erste Abschnitt ist ein ruhiger Weg bis Los Arcos. Weinberge und Olivenbäume begleiten dich. Der Aufstieg nach Monjardin zieht sich in die Länge. Von dort beginnt der Abstieg bis Los Arcos. Durch die Felder geht es weiter bis Torres del Rio.

 

Etappe 6: Camino Frances, Torres del Río nach Logroño

In dieser Etappe verabschieden wir uns von Navarra. Der Weg führt durch das berühmte Weinanbaugebiet von Rioja. In die Hauptstadt Logrono führt der Weg über den Fluss Ebro.

 

Etappe 7: Camino Frances, Logroño nach Nájera

Der Weg führt aus Logrono hinaus zum Stausee Granjera. In der Kleinstadt Navarette lohnt sich der Besuch der Pfarrkirche aus dem 16.Jh. Eine längere Strecke führt die Anhöhe von San Anton hinauf. Anschließend geht es wieder bis Najera hinunter.

 

Etappe 8: Camino Frances, Nájera nach Santo Domingo de la Calzada

Nach einer Steigung direkt am Ortsausgang führt der Weg wieder durch Weinanbaugebiete. Durch eine Ebene geht es bis zum Dorf Azofra. Durch Felder zieht sich der Weg bis Santo Domingo.

 

Etappe 9: Camino Frances, Santo Domingo de la Calzada nach Belorado

Dies Etappe verlässt die Rioja um in Castilla y Leon einzutreten. Das mittelalterliche Granon entwickelte sich entlang von vier quadratisch angelegten Strassen. Die Dörfer entstanden im Mittelalter durch den Jakobsweg. In Belorado sind die vielen kleinen Kirchen sehenswert.

 

Etappe 10: Camino Frances, Belorado nach Agés

Der Weg führt durch die Montes de Oca. Zwischen Eichen und Kiefernwäldern geht es zum Kloster San Juan de Ortega. Hier ist ein sehr altes Pilgerhospital als Pilgerherberge umgebaut worden. Ruhig und friedlich verläuft der Weg nach Ages.

 

Etappe 11: Camino Frances, Agés nach Burgos

Der Weg führt zunächst bergauf. In Atapuerca gibt es viele archäologische Funde. Dies führte zum Schutz durch die UNESCO. Von der Anhöhe Matagrande ist bereits Burgos am Horizont zu sehen.

 

Etappe 12: Camino Frances, Burgos nach Hontanas

Burgos hat eines der sehenswertesten Kathedralen Spaniens. Nach Burgos beginnt die einsame kastilische Hochebene, die Meseta. Entlang des Rio Arlanzon führt der Weg nach Tardajos. Fast keine Bäume, kaum Schatten und weite Felder bestimmen das Bild.

 

Etappe 13: Camino Frances, Hontanas nach Boadilla del Camino

Viele Naturpfade und ein Kloster aus dem 15. Jahrhundert führt durch eine weitere Provinz Spaniens. In der Klosterruine von San Anton kann man auch in einer sehr einfachen Herberge übernachten. Im Frühjahr ist dies eines der schönsten Etappen auf dem Camino.

 

Etappe 14: Camino Frances, Boadilla nach Carrión de los Condes

Durch ein kleines Wäldchen erreicht man den Canal de Castilla. Von dort geht es weiter nach Fromista. Die Kirche San Martin ist eines der schönsten romanischen Kirchen in Spanien. Hier beginnt wieder ein monotoner Wegabschnitt bis nach Carrion.

 

Etappe 15: Camino Frances, Carrión de los Condes nach Ledigos

Nach Überquerung des Flusses Carrion kommt man zum Kloster San Zoilo. Es beherbergt eine große Jakobsbibliothek. Einsamkeit gehört zu dieser Etappe. 17 Km steinige Pfade, lange gerade Wege. Kein Schatten. Im Sommer unbedingt genügend Wasser mitnehmen.

 

Etappe 16: Camino Frances, Ledigos nach Bercianos del Real Camino

Bei Terradillos de los Templarios hat man einen wunderschönen Blick auf die Hochebene der Meseta. Die weite Landschaft scheint endlos zu sein. Der Weg führt weiter durch Sahagun, dem geographischen Zentrum des Caminos.

 

Etappe 17: Camino Frances, Bercianos nach Mansilla de las Mulas

Auch diese Etappe wird durch die Einsamkeit des Weges bestimmt. Eine flache, weite Wegstrecke mit wenigen Ortschaften. Trockene Sommer und Wildbäche im Winter. An der Laguna de Bercianos vorbei geht es nach Mansilla.

 

Etappe 18: Camino Frances, Mansilla de las Mulas nach León

Mansanilla wird über die berühmte mittelalterliche Brücke verlassen. Bewässerte Felder begleiten die Pilger. Die Belohnung dieser Etappe ist Leon. Eine wunderschöne Stadt die ein ausführlicher Spaziergang wert ist.

 

Etappe 19: Camino Frances, León nach Villar de Mazarife

Leon wurde als römisches Legionslager gegründet. Die Stadt spielte eine herausragende Rolle bei der Reconquista. Kirchen und Klöster laden zu einem Besuch ein. In Trobaje del Camino sehen wir die unterirdischen Weinkeller.

 

Etappe 20: Camino Frances, Villar de Mazarife nach Astorga

auf dem ersten Kilometern begleiten uns Rote Beete und Maisfelder. Die Brücke Paso Honoroso ist das Wahrzeichen von Hospital de Obrigo. Astorga war römisches Militärlager und Schnittpunkt wichtiger Verkehrswege. Sehenswert ist der Bischofspalast von Gaudi.

 

Etappe 21: Camino Frances, Astorga nach Rabanal del Camino

Wir verabschieden uns von Astorga und beginnen mit dem Aufstieg in die Montes de Leon. Von hier an wird es ursprünglicher. Typische Dörfer mit Bruchsteinen bestimmen das Bild. Auch die Wege mit Kopfsteinpflaster in den Dörfern nehmen zu.

 

Etappe 22: Camino Frances, Rabanal del Camino nach Molinaseca

Hier beginnt eine schwierige aber wunderschöne Etappe. Der Aufstieg zum Kreuz Cruz del Hiero ist lang. Es ist eines der schönsten Plätze des Camino. Mit 1500m ist es auch der höchste Punkt des Caminos. Wir treten in die Region El Bierzo ein.

 

Etappe 23: Camino Frances, Molinaseca nach Cacabelos

Vorbei an einem mittelalterlichen Brunnen führt der Weg nach Ponferrada. Dort gibt es die Möglichkeit über den Camino del Invierno eine Weg-Alternative nach Santiago zu wählen. Die Stadt selbst wurde im 12.Jh. von den Templern beschützt.

 

Etappe 24: Camino Frances, Cacabelos nach Trabadelo

Der Weg führt durch Weinanbaugebiete. Hier herrscht ein mildes Mikroklima. Villafranca del Bierzo wurde zum historisch-kulturellen Ensemble in Spanien deklariert. Villafranca ist ein wahres Freilichtmuseum. Nach der Römerbrücke führt der Weg immer steiler Bergauf.

 

Etappe 25: Camino Frances, Trabadelo nach O Cebreiro

Dies ist eines der schönsten Etappen. Gleichzeitig aber auch sehr anspruchsvoll. Ab Ambasmestas wird der Anstieg immer härter. In O Cebreiro betritt der Pilger zum ersten mal Galizien. Der Gralsberg der Kelten wird als mystischer und magischer Ort bezeichnet.

 

Etappe 26: Camino Frances, O Cebreiro nach Triacastela

Während O Cebreiro verlassen wird, geht der Weg durch einen kleinen Wald. Auf der Alto de San Rocke steht ein Pilgerdenkmal, das gegen den Wind ankämpft. Häuser mit schiefern gedeckten Ziegeln bestimmen das Bild. Der Abstieg nach Triacastela ist beschwerlich.

 

Etappe 27: Camino Frances, Triacastela nach Sarria

Wir folgen dem Weg zum Kloster Samos. Der Fluss Ouribio bahnt sich seinen Weg durch die Dörfer. Mitten im Tal sehen wir das Kloster Samos. Heute ist es ein Benediktinerkloster und dient als Pilgerherberge. Die mittelalterliche Stadt Sarria erwartet den Pilger.

 

Etappe 28: Camino Frances, Sarria nach Portomarín

Für viele Fusspilger ist hier der Start  um die letzten 100 Km nach Santiago zu laufen. Dies ist die Mindestdistanz um die begehrte Pilgerurkunde in Santiago zu erhalten. Es ist kein komplizierter Weg. Jedoch sind die ersten 13 Km durch ihr ständiges Auf und Ab langwierig.

 

Etappe 29: Camino Frances, Portomarín nach Ponte Campana

Nach Portomarin geht es stetig bergauf. Der Monte San Antonio zwischen Eichen und Kastanienwäldern. Die typischen Getreidespeicher sind nun oft zu sehen. Sie sind über dem Erdboden erhöht um sie vor Nagetieren zu schützen.

 

Etappe 30: Camino Frances, Ponte Campana nach Arzúa

Durch ländliche Wege und kleine Dörfer geht heute der Weg. Leboreiro ist ein sehr altes und sehenswertes Dorf. Der Weg führt über mittelalterliche Brücken nach Melide.

 

Etappe 31: Camino Frances, Arzúa nach Santa Irene

Jetzt sind es nur noch 40 Kilometer bis Santiago. Die Spannung steigt. Die Endphase des Weges ist eine einfache und komfortable Route. Mit keienen Steigungen ohne große Schwierigkeiten erreicht man Santa Irene.

 

Etappe 32: Camino Frances, Santa Irene nach Santiago

Noch 20 Km trennen uns von Santiago. Der Weg führt durch Eukalyptus- und Eichenwälder. Vom Monte de Gozo können wir unser Endziel, die Türme der Kathedrale von Santiago das Erste Mal sehen.

 

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