das Pilgern in der heutigen Neuzeit

Wie begann das Pilgern in der heutigen Neuzeit? Erst in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts begann sich neues Leben um Santiagos Grabstätte zu regen. 1879 wurden die Überreste der Reliquie in der Apsis hinter dem Hauptaltar wiederentdeckt. Papst Leo XIII. erklärte 1884 die Reliquien für echt.

Mit dem beginnenden spanischen Bürgerkrieg 1933 wurde der Heilige Jakobus unter General Franco immer stärker als National Held missbraucht. 1937 wurde der Heilige Jakobus offiziell zum Nationalheiligen erklärt, der 25.Juli Tag, Geburtstag des Heiligen, zum Nationalfeiertag erklärt.

Seit über tausend Jahren wandern Gläubige auf einem Pilgerpfad zum Grabmal Jakobus des Älteren. Wer sich heute aufmacht, um über den uralten Pilgeweg nach Santiago zu kommen, wir das sicher nicht immer in jener bedingungslosen Frömmigkeit tun, die unsere Vorfahren dazu trieb, Gefahren und Entbehrungen jeglicher Art aufsich zu nehmen.

 

pilgern

 

Heute ist die Motivation den Jakobsweg zu pilgern sehr vielfältig

Der Hauptweg Camino Frances, ist für alle kulturell interessierten Menschen ein wahrer Schatz an historischen Sehenswürdigkeiten. Viele Kirchen, Klöster und alte Bauten sind in den letzten Jahren sehr gut renoviert worden.

Viele Pilger haben die Chance, sich auf dem Weg selbst zu finden und berichten voller Begeisterung von ihren Erfahrungen und ihren Erkenntnissen auf dem Pilgerweg.

Vielmehr sind es heute Kulturtouristen und die sportlich Ergeizigen, die mit guter Ausrüstung und ausgeprägtem Geschwindigkeitsrausch eher einen neuen Rekord aufstellen wollen, als sich dem zeitlosen pilgern hinzugeben.

Jedoch besuchen alle dieselben Orte und hören die gleichen Geschichten, und man müsste schon völlig teilnahmslos sein, um nicht davon berührt zu werden.

Die sportlich Motivierten suchen immer zuerst den kürzesten, berechenbarsten Weg zum Ziel, ohne allzuviel Interesse an Menschen, Landschaft und Kunst. Doch Abends in den Herbergen kann ihnen die Begeisterung der Andersdenkenden Augen und Ohren öffnen.

Unabhängig von der persönlichen Ausgangsbasis bringt die ungewöhnliche Situation des “ auf dem Weg sein“ früher oder später alle Pilger auf einen Nenner : Jeder muss mit seinen Füßen, den Schuhen, und dem Gepäck seinen Wanderrythmus finden. Meist dauert die Gewöhnungsphase eine Woche.

Du kannst zwischen unterschiedlichen Wege in Spanien wählen.